Zum zweiten Mal nach 2009 kam der pakistanische Bestsellerautor Mohammed Hanif nach Pfaffenhofen, um mit seinem Schriftstellerkollegen Steffen Kopetzky ein Buch vorzustellen. Diesmal war es sein zweiter soeben erschienener Roman Alice Bhattis Himmelfahrt (A1) aus dem Hanif und Kopetzky in der Kulturhalle des Neuen Pfaffenhofener Kunstvereins lasen.
Und weil dies gleichzeitig auch die Deutschlandpremiere für den Roman über Fanatismus, Willkür und patriarchale Strukturen, aber auch über die zweite Chance, Selbstbehauptungswillen und Liebe war, kam der A1 Verlag, der schon Hanifs Erstling Eine Kiste explodierender Mangos mit großem Erfolg verlegt hatte, in Mannschaftsstärke mit nach Pfaffenhofen. Eine Liebesgeschichte habe er schreiben wollen, Boy meets Girl, doch dann habe die Figur ihm auch die Geschichte des Schicksals der Frauen in Pakistan eingegeben, die an „jeder Straßenecke für Wechselgeld zu haben sind“, erklärte Hanif im Gespräch mit Kopetzky.
Nach der deutsch-englischen Lesung, bei der die zahlreichen Zuschauer viel über Pakistan, den Alltag in Karachi und Hanifs Arbeitsweise erfuhren, geht es heute für ihn weiter nach Basel . Am Mittwoch stellt der „zornige Humanist“, wie Sigrid Löffler Hanif nannte, seinen Roman im Haus der Kulturen in Berlin vor.