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Tafel erinnert an Wassilij Schukowski und Nikolaj Gogol

Valeriy Lyakin, VTB Bank, Generalkonsul
Ruslan Karsanov, Petra Roth, Matthias Wagner K,
Direktor des Museums für Angewandte Kunst

In einer kleinen Feierstunde weihten die Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main, Petra Roth, und der Generalkonsul der Russischen Föderation in Frankfurt am Main, Ruslan Karsanov, gestern eine Gedenktafel für Wassilij Schukowski und Nikolaj Gogol ein.

Die beiden russischen Literaten waren im damaligen Landhaus des Apothekers Peter Salzwedel zu Gast, der heutigen Historischen Villa Metzler am Schaumainkai 17.

Wassilij Schukowski (1783-1852), der 1802 Thomas Grays Elegy Written in a Country Church Yard übersetzte und damit den Grundstein für die russische Romantik legte, ist in Deutschland wenig bekannt. Er war Freund und Mentor von Alexander Puschkin, Erzieher des späteren Zaren Alexander II. und übertrug Werke von Schiller und Goethe ins Russische. Von 1844 bis 1848 wohnte Schukowski in der Villa am Mainufer und übersetzte die Odyssee von Homer. Er starb übrigens in Baden-Baden, anlässlich seines 160. Todestages am 24. April fand dort eine Gedenkveranstaltung ihm zu Ehren statt.

Nicolaj Gogol (1809-1852) schrieb in Frankfurt in diesem Landhaus am Mainufer den zweiten Teil seines Romans Die toten Seelen. Allerdings ist dieser Band verschwunden und wurde nie in vollem Umfang einem breiten Publikum vorgestellt.

Petra Roth übergab einen opulenten Ausstellungskatalog zu Die Tafel der Zaren und das Porzellan der Revolutionäre an Ruslan Karsanov und erinnerte damit an diese Exposition, die 2008 in Frankfurt im benachbarten Museum für Angewandte Kunst und in Bad Homburg stattgefunden hatte und ein außergewöhnliches Beispiel deutsch-russischer Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kunst darstellte.

Nach einem Auftritt von Schülerinnen und Schülern der Dostojewski-Schule Frankfurt bekam Petra Roth das zweisprachige Buch Unser Sonnenhaus überreicht.

Die vom Generalkonsulat gestiftete Tafel an der Historischen Villa Metzler soll nicht nur an zwei große russische Literaten und ihren Besuch in der Mainstadt erinnern, sie soll auch dazu beitragen, russische Kultur in Frankfurt weiter zu verbreiten.

JF

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