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Hamburg: Verleihung des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis an Anne-Laure Bondoux und Maja von Vogel

Die französische Autorin Anne-Laure Bondoux wurde gestern Abend im Literaturhaus Hamburg mit dem 23. Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis [mehr…] der Deutschen Bischofskonferenz ausgezeichnet.

Zusammen mit ihrer Übersetzerin Maja von Vogel erhält sie den Preis für ihren Roman Die Zeit der Wunder, der im Carlsen Verlag erschienen ist.

Anne-Laure Bondoux, die nicht an der Verleihung teilnehmen konnte, bedankte sich schriftlich für den Preis: „Heute bin ich sehr gerührt, dass mein Buch den Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis erhält. In dieser komplexen, schnelllebigen, rauen und unruhigen Welt, der Welt, in der unsere politischen Führer den Fremden häufig als Eindringling und Kriminellen betrachten, beruhigt mich dieser Ausdruck von gemeinsamer Emotion und Werten ein wenig.“ Seit der Erstveröffentlichung des Buches in Frankreich sei ihr deutlich geworden, dass die Charaktere, „ihre Träume, ihre Stimmen und ihre Schicksale Leserinnen und Leser aller Altersgruppen, aus verschiedenen Ländern und mit unterschiedlichem religiösen Hintergrund berührt haben“, so Bondoux. „Ich hatte nicht daran gedacht, dass das Buch selbst eine Art Wunder werden könnte, aber es war so.“

Bischof Gebhard Fürst, der Vorsitzende der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, würdigte die Autorin. Sie habe mit ihrem Buch eine „wunderbare Spur gelegt, um sich mit den kleinen und großen Lebensfragen auseinanderzusetzen“, sagte er. Sie zeige keinen einfachen und abgeschlossenen Weg auf, sondern lade alle Sinn- und Spurensucher zu einer spannenden Lese- und Entdeckungsreise ein. Das Buch für junge Leser ab zwölf Jahren sei ein Roman, der die Hoffnung „profiliert der Menschenverachtung und Verzweiflung entgegensetzt“, so der Bischof.

Maja von Vogel freute sich, „dass es Auszeichnungen gibt, die auch die Leistung der Übersetzung würdigen“. Durch den Preis bekomme „Die Zeit der Wunder“ die Aufmerksamkeit, die es verdiene. „Das ist nicht selbstverständlich“, so Maja von Vogel. „Viele gute und wichtige Bücher gehen in der Flut der Neuerscheinungen unter und verschwinden nach kurzer Zeit wieder in der Versenkung“.

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