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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und siebeneinhalb Millionen Analphabeten in Deutschland

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch. Und wenn Sie eine spannende Rezension anderswo finden: Schicken Sie uns schnell eine Mail?

Frankfurter Rundschau

Leipziger Buchmesse mit ihrem Schwerpunkt Osteuropa rückt in das Blickfeld der Zeitung. Oliver Zille: „Unser Ziel ist es, den Schriftstellern hier eine Stimme und ein Gesicht zu geben – aber am Schluss auch Verlage finden, die sie herausbringen.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Wie therapieren, wenn man die Ursache nicht kennt?“: So wie in der Krebsbiografie Siddharta Mukherjees Der König aller Krankheiten (Dumont) müsse Medizin-Geschichte geschrieben werden. Mukherjee zeige Sinn für Details, verliert aber das große Ganze nicht aus dem Blick.

„Ein Text gegen alle Zeit“: Mit der Übersetzung des Iwein hat Hartmann von Aue den Deutschen einst einen unerschöpflichen Stoff geschenkt. Die neue Reclam-Ausgabe verpasse die Chance, das zu zeigen.

„Eine unmögliche Liebe“: Tanja Kinkel scheitert an Walter von der Vogelweide, gemeint ist: Das Spiel der Nachtigall, Droemer

„Zuerst der Fleck, dann die Idee und zuletzt ein Bild“: Friedrich Weltzien macht aus Flecken Bilder und zeigt sie in dem Buch Fleck – Das Bild der Selbständigkeit, Vandenhoek & Ruprecht.

„Vertreibung aus dem Lügenparadies“: Jason Reitman zeigt in der Filmkomödie Jung Adult Einsichten einer Jugendbuchautorin.

„Durchgereicht und weggelogen“ werden sieben einhalb Millionen Analphabeten, die unter uns leben. Wird die Bundesrepublik ein Entwicklungsland? Viele Lehrer in Hauptschulen verschließen davor die Augen, wenn Kinder und Jugendliche lesen und schreiben nicht richtig lernen, sie reichen diese einfach an die nächste Institution weiter. Sachsen-Anhalt will Analphabethismus zum Pflichtfach für Lehrer machen. Kurse zur Behebung des Missstandes werden auf Städte und Kommunen geschoben, die haben aber in den letzten Jahrem am Ausbau des Angebots für das Lesen gespart. Nun stellt sich die Frage, ob die „Nationale Strategie für Alphabettisierung und Grundbildung Erwachsener“, die im letzten Dezember beschlossen wurde, wirkich der Etappensieg ist, den sich alle wünschen.

Süddeutsche Zeitung

„Nach den Söhnen schreiben die Töchter“: In ihrem Roman Ab jetzt ist Ruhe berichtet Marion Brasch vom Leben einer Familie in der DDR-Nomenklatura (S. Fischer).

Marbach diskutiert über Handke

Nach 200 Jahren wird das erste Blatt der Handschrift zu Novalis‘ Roman Heinrich von Afterdingen wiederentdeckt.

Auch hier: Wie geht man mit dem Sprachrückstand unserer Jüngsten um?

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