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DOUGLAS: „Leichte Zielunterschreitung“ beim Umsatz / Thalia: Zuwachs im Online-Bereich fängt Umsatzrückgang nicht ganz auf

Die DOUGLAS-Gruppe hat sich auch im Geschäftsjahr 2010/11 zufriedenstellend entwickelt, so Vorstandsvorsitzender Dr. Henning Kreke heute in Düsseldorf zur traditionellen Bilanz-Pressekonferenz.

Der Konzernumsatz stieg um 1,7 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. „Wir hatten uns eine Umsatzsteigerung zwischen 2 und 4 Prozent zum Ziel gesetzt. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) erreichte mit 138 Millionen Euro unser Ergebnisziel von knapp 140 Millionen Euro. Unsere EBT-Marge stieg auf 4,1 Prozent nach 4,0 Prozent im Vorjahr“, fasste Kreke das abgelaufene Geschäftsjahr zusammen.

Die Gründe für die „leichte Zielunterschreitung“ beim Umsatz lagen laut Kreke neben der schwachen Entwicklung in einigen Auslandsmärkten vor allem im Buchbereich. „Dort vollzieht sich gerade weltweit ein gravierender Strukturwandel, der sich auch bei der Umsatzentwicklung von Thalia bemerkbar macht. Daher wurden die Planzahlen unserer Buchsparte recht deutlich unterschritten“, so Kreke weiter.

Zufrieden zeigte er sich mit der Entwicklung der DOUGLAS-Gruppe in Deutschland: „In unserem wichtigen Heimatmarkt Deutschland konnten wir erfreulicherweise ein Umsatzplus von 4 Prozent erzielen.“ Die Auslandsumsätze der DOUGLAS-Gruppe lagen um 2,5 Prozent unter dem Vorjahr. Dieser Rückgang ist insbesondere auf die Marktaustritte von Douglas aus Russland, den USA und Dänemark zurückzuführen. Bereinigt um diese Länder konnte der Auslandsumsatz um 1,9 Prozent gesteigert werden.

Und so stellt sich die Umsatzentwicklung für Thalia aus Sicht von Kreke dar: „Im Buchbereich sah sich die Thalia-Gruppe mit starken Veränderungen im Kaufverhalten der Kunden konfrontiert. Zum einen kaufen immer mehr Kunden Bücher online. Zum anderen gewinnt das digitale Buch (E-Book) zunehmend an Bedeutung. Diese beiden Entwicklungen stellen den gesamten stationären Buchhandel vor große Herausforderungen.“

Thalia habe auf die veränderten Kundenwünsche mit zahlreichen Maßnahmen gezielt reagiert. Die Online-Shops wurden ausgebaut und mit neuen Funktionen versehen. Mit dem OYO wurde ein eigener E-Reader auf den Markt gebracht und die Zahl der verfügbaren Titel im Thalia-E-Book-Shop signifikant erhöht. Außerdem nahmen die Buchhandlungen attraktive Zusatzsortimente auf. „Mit diesen Maßnahmen konnte die Thalia-Gruppe die fehlenden Umsätze in den Buchhandlungen durch deutliche Zuwächse im Online-Handel größtenteils kompensieren“, so die Presseerklärung des Unternehmens.

Insgesamt steigerte die Thalia-Gruppe im Geschäftsjahr 2010/11 die Umsätze um 3,2 Prozent auf 935 Millionen Euro. Während die Umsätze der 295 Thalia-Buchhandlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz um 1,5 Prozent zurückgingen, stiegen die Online-Umsätze der Thalia-Gruppe um über 20 Prozent deutlich an. Damit entfallen etwa 14 Prozent des Thalia-Gesamtumsatzes auf das Internet. In Deutschland erhöhten sich die Umsätze um 2,0 Prozent auf 704 Millionen Euro. Auch hier wirkten sich die gestiegenen Online-Erlöse positiv aus. Im Ausland stiegen die Umsätze – vor allem durch Währungseffekte und Neueröffnungen – um 6,8 Prozent auf 231 Millionen Euro.

Der Buchbereich verfehlte mit einem EBT von 5 Millionen Euro das Vorjahresergebnis deutlich um 20 Millionen Euro. Auch nach Eliminierung des Einmalertrages aus der Neubewertung der buch.de-Aktien im Vorjahr verringerte sich das Ergebnis um 14 Millionen Euro. Das Unternehmen weiß den Grund: „Dieser Rückgang resultierte in erster Linie aus der branchenweit zu beobachtenden Umsatzverschiebung vom stationären Buchhandel in das Internet.“

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