
Die Idee hatte noch der frühere Mayersche-Geschäftsführer Michael Wieser gemeinsam mit Friedrich-Karl Sandmann ausgeheckt: Gestern abend konnten sich 450 Rheinische Post-Leser (siehe Zeitungsbericht von heute) mit dem Starkoch Alfons Schubeck treffen. Und diese Idee war sichtlich gut: Der Abend in Kooperation auch mit der Mayerschen Droste Buchhandlung im Düsseldorfer Apollo-Theater war ausverkauft.
Was auch den Meister sichtlich beeindruckt hat, immerhin hatte jede Karte 18 € gekostet, und fast jeder im Saal hatte sein Buch gekauft (bis zu Beginn der Veranstaltung wollte die Schlange am Bücherstand nicht enden). Die Gäste im Saal wurden nicht enttäuscht, man spürte, Schubeck hat eine Botschaft; es war weniger eine Werbeveranstaltung für sein neues Buch Meine Reise in die Welt der Gewürze Zabert-Sandmann und seine Gewürzmischungen, die er in seinen Läden und im Internet verkauft. In dem von RP-Redakteurin Anke Kronemeyer höchst professionell moderierten Gespräch vermittelte Schubeck seine Botschaft: Die Leute ernähren sich falsch, achten zu wenig auf ihre Gesundheit und sollen vor allem wieder die vergessene Heilkraft von Kräutern und Gewürzen kennen lernen, die jeder Chemie überlegen sei.
Sein Verleger war mit im Saal und wie alle beeindruckt, wie fachkundig und trotzdem unterhaltsam sein Erfolgsautor über sein „bestes aber auch schwierigstes Buch“ plauderte. Die aus Terminnot nur einstündige Veranstaltung war „beste Lebenshilfe, die geradezu danach schreit, daraus eine Tournee durch ganz Deutschland zu machen“ (Sandmann). Der Meister hörte es und lächelte wissend: Seine nächsten Monate scheinen dazu wenig Zeit zu lassen, zumal „ich versuche, jeden Abend wieder in meinem Restaurant anwesend zu sein. Darauf haben meine Gäste einen Anspruch“.