Alles nur ein Joke: Auch wir sind (wie das gesamte Feuilleton) drauf reingefallen – hinter der fehlerhaften Edition von Kafkas „Das Schloss“ [mehr…] steht kein analphabetischer Verlag mit hoher Verantwortungslosigkeit, sondern die Aktionsgruppe The BirdBase. Sie will auf die schlechte Bildung in Österreich aufmerksam machen, enthüllt jetzt Die Presse.
Eine vor Fehlern strotzende Ausgabe von Franz Kafkas Roman „Das Schloss“, die an Schulen in Österreich und Deutschland verteilt und angeblich EU-finanziert wurde: Das sorgt seit gut drei Wochen für Empörung und Irritation. Jetzt findet die ganze Aufregung eine spektakuläre Auflösung: „„Wir wollen, dass über das Bildungs- und Schulsystem in Österreich gesprochen wird, wir wollen, dass ein Land wieder redet, denkt und nicht vor sich hin schweigt. Denn wenn sich nichts ändert, werden vielleicht in 20 Jahren solche Bücher der Normalfall sein“, schrieb die anonyme Gruppe The BirdBase gestern in einem E-Mail an die „Presse“.
Ein wahrhaft genialer Streich: Das EU-weite Leseprojekt, das angeblich zwei Millionen Mal gedruckt wurde, ist frei erfunden, ebenso wie die EU-Förderung (mit angeblich 345.000 Euro) und der ominöse Verlag Gehlen & Schulz. „Es gibt diese Auflage so nicht, es gibt auch keinen Verlag, keine weiteren Bücher und schon gar keine Fördermittel“, bestätigt The BirdBase. Tatsächlich wurden wohl nur 1000 Stück gedruckt.







