
Im Interview mit der heutigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung hat Hanser-Verleger Michael Krüger seine Aussagen zum neuen Büro in Berlin bestätigt und präzisiert. Eine offizielle Pressemitteilung gibt es noch nicht.
Wie gemeldet, hatte Krüger im Interview mit dem RBB angekündigt, in Berlin ein eigenes Hanser-Büro zu eröffnen [mehr…]. Offiziell bestätigt Krüger noch einmal in der Printausgabe der Süddeutschen Zeitung seine Pläne. Darin betont Krüger, dass die Verträge noch nicht unterschrieben sind. Insbesondere mit Elisabeth Ruge gibt es keinen Vertrag. Sie hatte er im Interview für die Leitung des Büros ins Spiel gebracht. „Wir verhandeln mit Elisabeth Ruge, das ist richtig“, so Krüger und betont, „mit ihr zu arbeiten wäre eine Chance für uns“. Ihr alter Vertrag beim Berlin Verlag läuft noch bis zum 1. Januar. Ruge solle als „editor-at-large“ agieren und wörtlich an anderer Stelle: „Ich gehe jetzt auf die Siebzig zu. Wir stehen vor einem Generationswechsel, und ich möchte den Kommenden ein geordnetes Haus hinterlassen.“
In Berlin könnten etwa sechs bis sieben Bücher produziert werden, lässt Krüger Einblick nehmen, „literarische Werke und Sachbücher, in programmatischer Eigenverantwortung“. Akquise, Lektorat und Pressearbeit geschähen in Berlin, Herstellung, Vertrieb und Rechnungswesen werden von München aus gemacht. Darüber, ob Ruge Autoren mitbringen könnte, will er nicht spekulieren, es gehe ihm auch um den Kontakt zu Institutionen wie DAAD, American Academy und andere. „Alle lieben Berlin, alle zahlen für Berlin, und es kann deswegen nur richtig sein, in Berlin auch ein Büro zu haben.“ Krüger denke außerdem auch darüber nach, einen Taschenbuchverlag zu gründen.
Seltene Einigkeit: Ruge verfolge alle weiteren Pläne nicht mehr, seit sie von Hanser angefragt worden sei, sagt sie inzwischen in einem weiteren Interview: Thomas Steinfeld von der Süddeutsche Zeitung hat sie befragt.