
Jeden Monat blättern wir für Sie kurz vor Erscheinen durch die neuen Ausgaben von Cicero und Monopol – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Cicero
Die Buchmesse ist eröffnet – die Oktober-Ausgabe von Cicero erscheint klassisch mit dem Literatur Spezial, optisch garniert mit den Island-Illustrationen von Kat Menschik, eingeleitet mit einer Erzählung von Elke Heidenreich (Bis vor kurzem war ich eine Weile tot, vor lauter Kummer…), abgeschlossen mit einer 16-seitigen Erzählung von Deborah Eisenberg.
Rezensiert werden u.a.:
– Thomas Melle: Sickster (Rowohlt Berlin, „auf dem größten Teil … überwiegt beim Lesen großes Glück. Dann schreibt Melle mit traumhafter Sicherheit, spannt weite Bögen auf und zieht plötzlich alles auf atemberaubende Weise auf eine Sentenz zusammen… Ein großer Schriftsteller“)
– Angelika Klüßendorf: Das Mädchen (Kiepenheuer & Witsch, „mit feinem und zugleich sehr festem Strich zeichnet Angelika Klüssendorf das Bild dieses Mädchens. Man könnte diesen meisterhaften Roman als eine psychologische Studie bezeichnen… wenn auch eine genuin literarische“)
– Oskar Roehler: Herkunft (Ullstein, „sprachliche Schwächen durch seine Wucht im Ganzen mehr als wettgemacht“)
– Sibylle Lewitscharoff: Blumenberg (Suhrkamp, „ein faszinierender Philosophenroman“)
– Eugen Ruge: In Zeiten des abnehmenden Lichts (Rowohlt, „knapper, süffiger, rasanter, leichter verdaulich… Der Stoff ist zweifellos großartig“)
– Josef Bierbichler: Mittelreich (Suhrkamp, „Mit sagenhaftem Rhythmusgefühl und ins Surreale kippendem Galgenhumor“)
– Ferdinand von Schirach: Der Fall Collini (Piper, „Ausgehärtet und genau kalkuliert ist von Schirachs Sprache, und das hat etwas äußerst Angenehmes“)
– Judith Schalansky: Der Hals der Giraffe (Suhrkamp, „kleiner herrlicher Roman… mit tiefer Empathie“)
– Jan Brandt: Gegen die Welt (DuMont, „erstaunlich gekonnt und mit großem Ehrgeiz ein erstaunlich herzloses Buch…, das genau so aussieht, wie ein Journalist sich coole Literatur vorstellt“)
– Marlene Streeruwitz: Die Schmerzmacherin (Fischer, „perfekt durchkomponiert“)
– Niall Ferguson: Der Westen und der Rest der Welt (Propyläen, „ein lesenswertes, unterhaltsames und faktenreiches Geschichtsbuch… geht der Frage nach, wie es gekommen ist, dass der Westen seit einem halben Jahrtausend die Welt beherrscht“)
– Georg von Wallwitz: Odysseus und die Wiesel (Berenberg, „Das muss man sich heutzutage auch erst mal trauen, die Begriffe fröhlich und Finanzmärkte in einem Satz zu verwenden… Im Vorbeigehen erklärt von Wallwitz… die Grundlagen der ökonomischen Theorie“)
– Eva Illouz: Warum Liebe weh tut (Suhrkamp, „zutiefst deprimierende Ontologie des romantischen Leides“)
– Neil MacGregor: Eine Geschichte der Welt in 100 Objekten (C.H. Beck, „Neil McGregor … traut sich… eine kluge und packende museale Bestandsaufnahme, deren bunte Puzzlestücke sich zu einem faszinierenden Mosaik ergänzen. Ein Meisterwerk“)
– Christian Enzensberger: Größerer Versuch über den Schmutz (Hanser, „Meister der fröhlichen Wissenschaft“)
– Melanie Mühl: Die Patchwork-Lüge (Hanser, „kein kluges Buch, aber es spricht ein wichtiges Thema an und ist gut gemeint“)
– Bill Clegg: Porträt eines Süchtigen als junger Mann (S. Fischer, „ein Buch, … das frei von Selbstmitleid, Eitelkeit und Larmoyanz das Innenleben der Sucht seziert“)
– Amitai Etzioni: Vom Empire zur Gemeinschaft (S. Fischer, „Etzioni stellt viele richtige, viele neue und nur kluge Fragen“)
– Andreas Tönnesmann: Monopoly (Wagenbach, „Dass dieser viereckige, blassgrüne Mikrokosmos aus Karton… mehr ist… weist Tönnesmann nach, vereint es unterschiedlichste wirtschaftliche Denkansätze“)
– Harold James: Krupp (C.H. Beck, „zeigt James eindrücklich, wie die Krupps es … zu einem weltweit erfolgreichen Stahlkonzern schafften… in klaren Worten und bis ins kleinste Detail“)
Darüber hinaus gibt es noch mehr aus der Welt der Literatur in Cicero: Joachim Sartorius präsentiert Poesie von György Petri, ein Besuch in der Bibliothek des Kunsthistorikers Horst Bredekamp, „Die letzten 24 Stunden“ vom Goebbels-Schauspieler Ulrich Matthes in Versform.