
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
„Miss Komintern in der Tangobar“: Richard Wagner erzählt die tragische Geschichte Rumäniens unter zwei Diktaturen. Er kann wunderbar erzählen, die komplizierte und bisweilen verwirrende Konstruktion erschlägt das Erzählen leider.
Richard Wagner: Belüge mich (Aufbau)
Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Ja, wie schreiben Sie denn bloß?“: Der österreichische Schriftsteller Thomas Glavinic versucht über ein Programm auf der Homepage der Zeitung herauszufinden, wie welcher berühmte Schriftsteller er schreibt.
„Delirium der Gerechten“: Die Edition 5plus veröffentlicht einen hinterlassenen Text von Irène Némirovsky über eine Orgie während der Oktoberrevolution. Sie findet Bilder, die auf universelle Weise zeigen, wozu Menschen im Ausnahmezustand ihrer Existenz fähig sind. Irène Némirovsky: Rausch (Edition 5plus)
„Kontrolle ist besser“: Thomas Schenk rekonstruiert einen Ausflug und seine Hintergünde. Seine Sprache bleibt konsequent steif, künstlich und „eintönig“.
Thomas Schenk: Im Schneeregen (Weissbooks)
Neue Sachbücher
„Mit Glut und Eiseskälte“: Hal Vaughan untersucht die Rolle von Coco Chanel in den Jahren der Okkupation und spürt der Frage nach, ob sie als Nazi-Agentin agierte.
Hal Vaughan: Coco Chanel – Der schwarze Engel (Hoffmann und Campe)
„Es flimmert und flattert, es rast und tost“: Die Stärke dieses medizinischen Ratgebers liegt im prägnanten und verständlichen Zusammenfassen von medizinischen Zusammenhängen. Wer seine Pumpe funktionstüchtig halten will, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt.
Marianne Koch: Das Herz-Buch (DTV)
Die Welt
„Guter Junge, schlechter Junge“: Das Regie-Wunderkind Nuran David Calis hat einen Roman geschrieben. Einen radikal persönlichen und eindringlichen Ghettoroman über die Marginalisierten unserer Gesellschaft.
Nuran David Calis: Der Mond ist unsere Sonne (S. Fischer)
Süddeutsche Zeitung
„Schlaflos in Seattle“: US-Autoren können sich neuerdings bei Amazon auf einer Landkarte darüber informieren, wo sich ihre Bücher wie häufig verkaufen.
„Der kleine Prinz in Kreuzberg“: Der neue Roman des Döblin-Preis-Gewinners 2011 Jan Peter Bremer lebt von dessen sprachlichen Witz.
Jan Peter Bremer: Der amerikanische Investor (Berlin)
„Peter von Matt“: Der Schweizer Literaturwissenschaftler und Schriftsteller hält am 16. Oktober in der Frankfurter Paulskirche die Laudatio auf den diesjährigen Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels Boualem Sansal.
Financial Times Deutschland
***** für Jan Costin Wagner: Das Licht in einem dunklen Haus (Galiani)
*** für Douglas Coupland: Marshall McLuhan (Tropen)
**** für Sayed Kashua: Zweiter Person Singular (Berlin)
** für Norbert Klugmann: Die hölzerne Hedwig (Zu Klampen Verlag)