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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Spekulationen, ob „Die andere Bibliothek“ bei Eichborn herausgelöst wird

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

„Die Legende vom heiligen Ja-Sager“: Martin Walser erfindet sich und uns einen Muttersohn und Christus und den einfachen und liebevollen Helden, den er nun – „genial“ – transzendiert, so Judith von Sternburg über das Rowohlt-Buch.

„An Kaffee“ und Zucker gewöhnt“: Susan Buck-Morss will, dass Hegel und Haiti wieder zusammengedacht werden können und entwirft eine Universalgeschichte. (Suhrkamp)

Kurz:
> „Und wie sie jubeln – wisst Ihr’s noch?“: Olaf Sveistrup/Peter Christ: Lurchis Abenteuer, Esslinger
> „Wo nicht nur die Drachen viel zu viele sind}, Michael Connelly: Neun Drachen, Knaur

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„In den Wunderkammern der Geschichten“: In Die Kunst des Erzählens lotet Autor James Wood die Möglichkeiten des Realismus aus.

„Gegen die Windmühlen des Kalten Krieges“: In John Steinbecks und Robert Capas Russische Reise versuchen beide wie Don Quijotte und Sancho Pansa mit Frotzeleien den Kalten Krieg entlarven.

„Die Haushaltshilfe“: Kathryn Stocketts‚ Roman Gute Geister (btb) lohnt.

„Charmant pikant“ ist Boris Vians Pornografische Gelegenheiten bei Klaus G. Renner.

Sachbücher in Kürze
> „Stadtunendlichkeit“: Rebecca Solnit: Infinitive City, University of California Press
> „Behindertenrepublik“: Sigrid Graumann: Assistierte Freiheit, Campus
> „Almwiesenweise“: Hans Joachim Wieland, Warum Buddha nicht raucht, Wieland.

Lesetipp: Langer Bericht darüber, wie das Berliner Kulturprojekt Aufbau-Haus entstand. Der Anspruch ist hoch, aber „noch sind die Hoffnungen ungebrochen, dass das Experiment kreativer Stadtentwicklung im wirklichen Leben bestehen könnten“.

MORGEN im Literaturteil:
> Andrew O’Hagan kommt auf Marilyns Hund.
> Albrecht Selge streift durchs nächtliche Berlin
> Juan Pablos Villalobos in der Hölle Mexikos

Süddeutsche Zeitung

Eine Fundgrube: Das Handbuch der politischen Ikonographie von Uwe Fleckner, Martin Warnke und Hendrik Ziegler, C.H. Beck.

Marc Schweskas „schräger“ Roman über die jungen Elektro-Pioniere der DDR Zur letzten Instanz, Die Andere Bibliothek im Eichborn Verlag.

„Mehr als das Auge sieht“: The Pencil of Nature, oder das erste Fotobuch von William Henry Fox in neuer Edition, Hirmer.

Außerdem:
Zehn Interessenten für Eichborn: Einen Monat nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens haben bereits zehn Investoren, darunter vier namhafte Verlage, an einer Übernahme Eichborns ihr Interesse bekundet. Die Süddeutsche spekuliert, die Reihe „Die Andere Bibliothek“ Eichborns könne aus dem Verlag herausgelöst werden. Der Standort werde beim Verkauf eine Rolle spielen.

NoViolet Bulawayo erhält den Afrikanischen Literaturpreis:
Die aus Simbabwe stammende und derzeit in der USA lebende Schriftstellerin gewinnt mit ihrer Geschichte Hitting Budapest den mit 11 000€ dotierten „Caine Prize for Africain Writing “

Die Welt

Ein „seltenes“ Manuskript (so ist das bei Manuskripten meistens) von Jane Austen wurde für 1,1 Mio. Euro versteigert, sie schrieb es 1804, es wurde aber nie vollendet.

Auf Empört Euch folgt nun Engagiert Euch bei Ullstein: Wie zeitgemäß ist der Kampf des Stéphane Hessel?, fragt Nara Delius bei Ihrer Begegnung mit dem Autor. In seiner Klage stecke ausgeklügelte Ideologie, aber man sollte großzügig sein. Denn es gibt so etwas wie eine biografische Wahrheit, die alles überstrahlt, findet sie.

Jan Assmann erhält den Thomas Mann Preis.

Man meldet, das Norbert Schaepe nun im Vorstand von Eichborn Matthias Wolf folgt. Und: Die Journalistin Margit J. Mayer wechselt zum Taschen-Verlag und übernimmt vermutlich die Aufgaben von Angelika Taschen.

Bericht über einen fast geglückten Besuch im Atellier von Ai Weiwei, dessen Prozess nun anläuft.

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