
Die amerikanische Autorin Susan Beth Pfeffer erhält den mit 5.000 Euro dotierten Jugendbuchpreis Buxtehuder Bullen.
Gestern Abend gab die Stadt Buxtehude die Jury-Entscheidung in der Stadtbibliothek bekannt. Freuen dürfte sich auch Carlsen, denn bei den Hamburgern erschien Beth Pfeffers Buch Die Welt, wie wir sie kannten, für das nun ausgezeichnet wurde. Im Rahmen einer Jubiläumsfestwoche Anfang September, zu der auch ehemalige Preisträgerinnen und Preisträger eingeladen sind, wird der 40. Buxtehuder Bulle in Form einer Stahlplastik des Bildhauers Reinhard Güthling verliehen.

„Die 1948 in New York geborene Autorin konnte es zunächst kaum fassen, als sie die Nachricht aus Buxtehude erreichte, und freut sich nun auf die Preisverleihung“, heißt es in einer Pressemitteilung. Beth Pfeffer hat bereits über 60 Bücher für Kinder und junge Erwachsene veröffentlicht und wurde in den USA mehrfach ausgezeichnet. Die Welt, wie wir sie kannten ist allerdings ihr erstes Buch, das auf Deutsch erschienen ist.
In ihrem Roman schildert sie ein Szenario, das so fern scheint, und manchmal doch so nah ist: Die Welt gerät aus den Fugen. Gespannt verfolgt Miranda zusammen mit ihrer Familie und der ganzen Straße, wie ein Asteroid auf dem Mond einschlägt. Doch dann verläuft der Abend ganz anders als erwartet: Der Mond wird aus seiner Umlaufbahn geworfen und nichts ist mehr, wie es war. Flutkatastrophen, Erdbeben und extreme Wetterumschwünge bedrohen die gesamte Zivilisation. Und Miranda und ihre Familie müssen lernen, dass bei großen Katastrophen gerade die kleinen Dinge zählen: Feuerholz, Klopapier, eine Dose Bohnen, Aspirin. Und dass sie alle zusammen sind.
Rund 60 deutsche Erstausgaben standen der Jury zur Wahl. Diese bestand wie in den vergangenen Jahren aus 22 Jurorinnen und Juroren, darunter elf Jugendliche und elf Erwachsene, davon je sieben aus Buxtehude, je vier aus dem gesamten Bundesgebiet. Mit insgesamt 83 Punkten konnte das Buch die meisten Punkte auf sich vereinen. „Im Gegensatz zum Buxtehuder Bullen 2009 haben dieses Mal die Erwachsenen die Entscheidung wesentlich mitbestimmt“, resümierte Bibliotheksleiterin Ulrike Mensching.
Der Jugendbuchpreis wurde 1971 von dem Buxtehuder Buchhändler Winfried Ziemann initiiert. Jährlich wird seither das beste in deutscher Sprache veröffentlichte erzählende Jugendbuch prämiert. Ziel des „Bullen“ ist es, Jugendliche zu aktivem und intensivem Lesen zu bewegen und gleichzeitig zu einer Förderung und Verbreitung guter Jugendbücher beizutragen. Die Stadt Buxtehude übernahm die Trägerschaft 1981. Für den Namen des Preises hat der friedfertige Stier Ferdinand aus dem zuerst 1937 publizierten Buch The Story of Ferdinand von Munro Leaf Pate gestanden.







