Der im Mai 2010 kurz vor seinem 90. Geburtstag verstorbene Schriftsteller Donald Windham [mehr…] (auf Deutsch bei Lilienfeld) hat sein Erbe der Literatur zum Geschenk gemacht:
Wie jetzt bekanntgegeben wurde, stiftete er testamentarisch den vermutlich höchstdotierten Literaturpreis der USA. In Zusammenarbeit mit der Universität Yale sollen ab Ende 2012 / Anfang 2013 jährlich in 7 bis 9 Kategorien Preisgelder in Höhe von 150.000 Dollar je Kategorie verliehen werden. Die Preise sind benannt nach dem Stifter und seinem früher verstorbenen langjährigen Lebensgefährten Sandy Campbell (Donald Windham – Sandy M. Campbell Literature Prizes).
Donald Windham, 1920 in Atlanta geboren, ging mit 19 Jahren nach New York, wo er bald dem Freundeskreis um Tennessee Williams und Truman Capote angehörte. Er veröffentlichte u. a. fünf Romane, einen Erzählungsband (1960 mit einem Vorwort E. M. Forsters erschienen), Erinnerungen an seine Jugend („Emblems of Conduct“, 1964) und an seine berühmten Freunde („Lost Friendships“, 1987).
2008 erregte die deutsche Erstveröffentlichung seines Debütromans „Dog Star“ große Aufmerksamkeit und wurde vielfach mit Salingers später geschriebenem „Fänger im Roggen“ in Beziehung gesetzt. Bereits bei seinem Erscheinen 1950 wurde „Dog Star“ unter anderem von Thomas Mann, André Gide und Albert Camus hochgeschätzt. Im Herbst 2010 erschien im Lilienfeld Verlag Donald Windhams „Zwei Menschen“ (1965); der Roman über das Liebesverhältnis eines Amerikaners zu einem Italiener in Rom, gilt als wichtiges Werk in der schwulen Literaturgeschichte der USA.







