
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
„Die Erinnerung kommt nie am Ziel an“: Die FR würdigt Jorge Semprún als Chronisten der Schrecken des 20. Jahrhunderts, der nun 87-jährig starb.
„Darauf eine gute Tasse Tee“: Trevanians Shibumi erzählt nun nachträglich die Vorgeschichte von Don Winslows Satori bei Heyne und lässt den Gentleman-Killer wiederkehren.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Trauer um Jorge Semrpún gleich auf der Titelseite neben dem Aufmacherbild. Im Feuilleton wird er als Mann geehrt, der zwar erinnert, aber keinen Groll kannte und ein romanhaftes Leben im Dienst der literarischen Suche nach politischer Wahrheit führte, so Paul Ingendaay.
„Bericht aus denn Ruinen der Zukunft“: Antoine Volodine entführt den Leser mit seiner Negativutopie Mevlidos Träume in ein schillerndes Zwischenreich der Phantastik und politischen Kritik (Suhrkamp).
Kritik in Kürze unter der Überschrift:
> „Dunkle Wucht“: Selma Lagerlöf/Gerald Friese: Der Fuhrmann des Todes, Urachhaus
> „Verborgene Winkel“: Guillaume Apollinaire: Flaneur in Paris, Friedenauer Presse
Unter Neue Sachbücher werden besprochen:
„Briefspenden für die Ordensgemeinschaft“: Der fünfte Band der Korrespondenz Erwin Pankofskys bei Harrassowitz (ausgewählt und kommentiert von Dieter Wuttke) beschließt eine „große und äußerst informative Edition“.
„Die Fertigsuppe braucht Vertrauen“: Vera Hierholzers Studie Narung nach Norm (Vandenhoek & Ruprecht) über die Anfänge industrieller Lebensmittelproduktion erhellt auch heutige Probleme.
Süddeutsche Zeitung
Eine Meldung vom Tod Jorge Semprúns findet sich auch hier auf Seite 1. „Gestählt unter den Nazis, geadelt unter den Kommunisten“ heißt die Überschrift im Feuilleton. „Du wirst Präsident oder ein großer Schriftsteller“, hatte seine Mutter ihm mit auf den Weg gegeben, beides habe er eingelöst, so Franziska Augstein.
„Von alten Martinis und unbegehrten schönen Models“: Im Zuge der Begeisterung für die Serie Mad Men wird Jerry Della Feminas Report Der letzte Mad Man aus der Werbewelt der 60er Jahre im Berliner Taschenbuch Verlag neu aufgelegt.
„Das Antlitz des müden Engels“: Margriet de Moor erzählt in Der Maler und das Mädchen (Hanser) einen Kriminalfall aus dem Amsterdam des 17. Jahrhunderts über Rembrandt und das Mädchen, das seine Zimmerwirtin erschlug.
Norbert Lammert hat die 100. Bibliothekartage eröffnet. „Bibliotheken zahlen sich aus, auch wenn sie sich nicht rechnen“, so Lammers. Den Geldforderern und Protestlern wurden die Leviten gelesen, auch wenn die Tonlage nie ins Mahnende absank. Das trotzige Signal, das von den Bibliothekartagen ausgeht lautet: „Wir sind da, wir werden gebraucht, der Untergang des Buches ist eine Chimäre.“
Die Welt
„Dieses Leben war Beweis genug“: Jorge Semprún führte ein Jahrundertleben und schrieb ein Jahrhundertwerk, so die Welt. Er kämpfte gegen den Glauben, Geschichte könne nur einmal geschrieben werden.
Financial Times Deutschland
Im beiliegenden Magazin „How to spend it“ führt die Autorin Zeruya Shalev durch ihr Jerusalem. Zuletzt erschien gebunden Mann und Frau von ihr bei Aufbau und als Taschenbuch Liebesleben bei bvt.