Das wird eben bekannt: Heute wurde am Landgericht Köln in mündlicher Verhandlung ein Antrag auf einstweilige Verfügung gegen den DuMont Buchverlag wegen Michel Houellebecqs neuem Roman „Karte und Gebiet“ abgelehnt. DuMont-Verleger Jo Lendle fürchtet aber, dass das „heute wohl nur ein erster Schritt war“ und die Affäre noch weitergehe.
Trotzdem sei die heutige Entscheidung „eine wichtige Entscheidung für die Freiheit der Kunst, denn gerade das schillernde Verhältnis von äußerer und innerer Wahrheit macht das Vergnügen und die Bedeutung des Romans aus“.
Antragstellerin war der Schweizer Sterbehilfe-Verein Dignitas, der durch das Buch sein Persönlichkeitsrecht verletzt sieht. Der Verein habe aber angekündigt, in Berufung zu gehen, notfalls bis nach Straßburg. Anfang März war der Sterbehilfeverein allerdings mit einem ähnlichen Antrag vor einem Schweizer Gericht unterlegen.
Lendle sagt, die erste Auflage des Romans sei vergriffen, nun werde sofort nachgedruckt.







