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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und zum erwarteten Urteil des Übersetzerstreits der Ruf: „Macht die Bücher teurer“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

„Architektonisches Bilderrätsel“: Kulturelle Selbstvergewisserung und symbolische Überbietungsstrategien in China. Drei Bücher zur chinesischen Architektur.
> Von der Konsumenten. zur Produktionsstadt. Aufbauvisionen und Städtebau im Neuen China, 1949-1957, Susanne Stein (Oldenbourg)
> Zeitgenössische Architektur in China. Bauten und Projekte 2000-2020, Christian Dubrau (DOM-piblishers)
> Contemporary Green Buildings in China. Arts and Architecture for Sustainability 2000-2020, C. Dubrau, Li Xiangning (DOM-publishers)

„Traum und Fleisch“: Wahnvorstellungen höheren Grades: Die von Oskar Pastior übersetzten Gedichte Constantin Banescus.
Der Hund, die Frau und die Liebäugler, Constantin Banescu (Wunderhorn)

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Frankreichs sanfter Empörer“: Stéphane Hessel im Gespräch über seinen Überraschungsbestseller „Indignez-vous!“ (noch nicht auf Deutsch erschienen).

„Mächtige Behörde“: Im russischen Twer ist die Präsentation des Romans Verschwörung der Affen von Tina Schamrai auf Veranlassung der Kulturverwaltung verboten worden.

„Schufte und Schlitzohren, Opfer und Täter“: Richard Wagner neuer, subtiler Roman stellt die Frage nach historischer Schuld mit Blick auf das Rumänien der zwanzigsten Jahrhunderts. Nicht immer leicht zugänglich und noch schwerer verdaulich.
Belüge mich, Richard Wagner (Aufbau)

„Die Panne“: Der 1990 verstorbene Friedrich Dürrenmatt bekam dieser Tage Post vom Einwohnermeldeamt zur „Abklärung der Aufenthaltsverhältnisse“.

„Das Finanzamt schröpft und degradiert den Comiczeichner Uderzo„: Die französischen Behörden fordern von Albert Uderzo 200.000 € zurück, da er nicht Koautor der ersten 24 Asterix-Bände sondern lediglich deren Illustrator gewesen sei.

Für ihre Übersetzung von Ippolito Nievos italienischem Roman Ein Engel an Güte erhielt Barbara Kleiner den mit 10.000 € dotierten Übersetzerpreis. Der Preis für das Lebenswerk geht an Maja Pflug. Den Nachwuchsförderpreis erhält Julika Brandestini.

Neue Sachbücher
„Treu in allen Ländern der Zerstreuung“: Shlomo Sands Buhc schwank zwischen Wissenschaft und Pamphlet.
Die Erfindung des jüdischen Volkes, Shlomo Sand (Propyläen)

„Gelegentliche Stürze sind normal“: Hansjörg Znoj fügt das Motorrad in den Kosmos ernst Jüngers ein.
Die Psychologie des Motorrads. Zur Wechselwirkung von Mensch und Maschine, Hansjörg Znoj (Hans Huber)

Bücher für die Reise
Rom, ewige Stadt, Sehnsucht im Klischee, Hg. Rainer Groothuis, Christoph Lohfert (Corso)
New Vienna Now – Contemporary Vienna, Hg. Christoph Thun-Hohenstein (Schlebrügge.Editor)
Byzanz – Konstantinopel – Istanbul, R. Aslan, S. Blum, F. Schweizer, M. Güngör (Philipp von Zabern)
Smiling Berlin, Lasse Walter (Smiling Berlin)
René Burri – Blackout New York, Hg. Michael Koetzle (Moser)

Süddeutsche Zeitung

„Macht die Bücher teurer!“: Mit diesem Ruf betitelt Lothar Müller seinen Bericht über den Streit zwischen Verlegern und Übersetzern, zu dem heute ein Urteil des Bundesgerichtshofs ergehen soll. Erwartet wird, dass die Vergütung der Übersetzer irgendwo in der Nähe des Urteils vom Oktober 2009 liegen werde. Das geltende Recht begünstige die Spitzenverdiener unter den Übersetzern. Übersetzer Burkhart Kroeber hat angeregt übersetzte Werke grundsätzlich einen Euro teurer zu machen und diesen Euro als Solibeitrag an die Übersetzer abzugeben. Ein andere Vorschlag lautet, die Übersetzerhonorare auf Kosten der Originalhonorare gehen zu lassen, denn ohne Übersetzer kann auch der Originalautor nicht gelesen werden. Beide Vorschläge, so Müller, kündigen die Illusion einer Einheit von Übersetzerinteressen und literarischem Gemeinwohl auf, wie bisher aber könne man nicht diskutieren.

„Der große Beutezug für den Louvre“: In der spannenden und magistralen Studie Kunstraub. Napoleons Konfiszierungen in Deutschalnd und die europäischen Folgen erzählt Bénédicte Savoy vom Kunstraub Napoleons in Deutschland (Böhlau).

„Schön ist es, wenn nichts passiert“: Aber wie wird aus dem Nichts ein Roman? In Der nächtliche Lehrer betrachtet Klaus Blödl die schwedische Landschaft und setzt einen sehr stillen Helden hinein (S. Fischer).

In Paris berät die Nationalversammlung die gesetzliche Preisbindung für E-Books Die Gesetzesinitiative sieht vor, dass alle Verkäufe davon betroffen seien, egal von wo aus sie getätigt werden.

Ian McEwan erhält den Jerusalem Preis für Literatur.

Financial Times Deutschland

In Frankreich müssen Rauchutensilien von Künstlern und Intellektuellen aus Bildern retuschiert werden, sollen diese Bilder als Briefmarken erscheinen. Im Fall von Jean Paul Sartre und seiner Pfeife ging den Politikern das zu weit. Die Nationalversammlung beschloss gestern eine Ausnahme für Personen, die zum nationalem Kulturgut gehören.

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