
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
„Letzte Fahrt“: Statt eines Kommentars heute das Gedicht mit dem Titel von Kurt Tucholsky.
Sonderteil zu Frank Zappas 70.: Im neuen Bildband Grand Zappa (Schwarzkopf & Schwarzkopf) sind die von Carl Schenkel geschaffenen Zappa-Plattencovers zu bewundern.
In Italien haben jugendliche Demonstranten gegen Berlusconi Autoren und Titel auf Pappschilder, damit die Staatsgewalt zeigen kann, wie sie auf die Kultur einschlägt.
Noch einmal gemeldet: Bismarck-Biograf Ernst Engelbrecht ist tot. Seine Biografie ist nicht mehr lieferbar.
„Dringendes Plädoyer für mckinseyfreie Zone“: Matthias Binswanger zeigt in Sinnlose Wettbewerbe (Herder) unter anderem, wie in der Wissenschaft der Exzellenzwettbewerb zu einer Art akademischer Prostitution führte.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Bloß keine gelben Hunde wecken“: Ross Thomas Der Yellow-Dog-Kontrakt (Alexander Verlag)
„Sterbenswörtchen“: Carl-Henning Wijkmark Nahende Nacht (Matthes & Seitz).
„Wie man aus einem jüdischen Propheten einen griechischen Hippie macht“: Bernhard Lang Jesus der Hund (C.H. Beck).
Annotiert
Liza Marklund Mias Flucht (Kindler) und Ulrikka S. Gernes Wo Schmetterlinge überwintern können (Friedenauer Presse).
Süddeutsche Zeitung
„Singsang an der Bushaltestelle“: John Cohens Fotos, Filme und Musikaufnahmen aus Peru sind jetzt in dem Buch Past Present Peru mit fünf beigelegten DVDs zu finden (Steidl).
„Das Kreuz bringt den Streit“: Das Buch Erinnerungsorte des Christentums von Christoph Markschieß und Hubert Wolf (C.H.Beck eignet sich für lange Winterabende.
„Alles erschien in einem neuen Licht“: Urs Faes‘ Roman Paarbildung über eine an Krebs erkrankte Frau ist ein stiller Roman, trotz gelegentlicher Ausflüge ins allzu stimmig Gefügte, so Meike Fessmann.
„Dieser ganze Ekelkomplex namens Sekuritate“: In Stuttgart zeigt eine Schau über Herta Müller und Oskar Pastior erstmals Dokumente aus Pastiors Täter- und Opferakte beim rumänischen Geheimdienst.
„Ballverlust“ heißt die Überschrift zum Buch Mein Sohn, der Fußball und ich von SZ-Autor Josef Kelnberger bei Piper.
Financial Times Deutschland
„Dichter dran“: Auch ein Aspekt, wie Autoren ohne Verlage sich dem Zugriff der Staatsmacht entziehen können. In Weißrussland war Autor Wladimir Nekljajew bisher ein nur über das Internet bekannter Autor. Kaum in der Politik wird er zum Gesicht der Opposition. Nach der Wahl wurde er zusammengeschlagen und anschließend aus dem Krankenhausbett heraus verhaftet. Nekljajew geht es vor allem um die eigene Sprache, deshalb will er Weißrussland eher an die EU, denn an Moskau angelehnt sehen.
Das umstrittene Bücherprojekt von Google ermögliche jetzt einige Dinge, die vorher nicht so möglich waren. Jetzt könnte man die Bedeutung von Wörtern in bestimmten Epochen miteinander vergleichen, indem man googelt, wie häufig sie vorkamen. So kam das Wort „Liebe“ vor 2001 häufiger in Büchern vor als „Revolution“, seitdem ist es umgekehrt.