Das Marketing erobert eine der letzten Bastionen werbefreier Zonen, beschreibt das Wall Street Journal (WJS) einen neuen Trend bei US-Verlegern. Diese prüfen derzeit, wie sich in E-Books Werbung einblenden lässt, um die niedrigen Margen aufzubessern.
Nach einem Bericht im WJS dieser Woche, tummeln sich neben den Medienkonzernen auch Start-ups auf diesem Gebiet. So zeige die Internetfirma Wowio anhand gemeinfreier Werke wie Gullivers Reisen oder mit Klassikern wie Slaughterhouse Five, wie es gehen könnte. Wowio biete seine Dienste zunächst für Lap-Tops, iPads und Amazons Kindle an. Wer einen dieser Titel auf einem dieser Geräte öffnet, bekommt ganze Werbeseiten auch zwischen den Kapiteln eingeblendet, die auch auf die Homepages der Anbieter führen. So wirbt das US_Kinoportal Fandango im Buch Gullivers Reisen, zum gleichnamigen Kinofilm mit Jack Black und führt den Leser aus dem E-Book heraus zum Kartenkauf für die nächstgelegene Spielstätte.
Wowio Geschäftsführer Brian Altounian äußert sich optimistisch, dass Kunden, die etwas zum kleinen Preis bekommen, Werbung auch ertragen würden. Da feiert die gute alte Rororo-Werbeseite im Buch fröhliche Urständ. Allerdings werde es schwer, Anzeigen zu platzieren. Auch Random House ist skeptisch. Das sei noch nie ein tragfähiges Erlösmodell gewesen, sagt demnach Sprecher Stuart Applebaum.