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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Weihnachtsbeilagen in der FR und der SZ

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Literatur gibt es heute nur in der Weihnachtsbeilage:

Aufmacher die beiden neuen Bücher von Ant´nio Lobo Antunes Drittes Buch der Chroniken und Mein Name ist Legion (Luchterhand).

„Extreme Erfahrungen“: Kim Thùy Der Klang der Fremde (Kunstmann).

„Der geangelte Pianist“: Ketil Björnstadt Die Frau im Tal (Insel).

Philip Roth’ Erstling in neuer Übersetzung: Goodbye, Columbus (Hanser).

Thomas Buhls später Roman Winnetou August (Eichborn)

Eine “ziemliche Räuberpistole”: Gaston Leroux Die Hölle an der Ruhr (Conte).

Nicht Philip, sondern Friederike Roth Abendlandnovelle (Suhrkamp).

„Versuch über die Einsamkeit“ Léda Forgó Vom Ausbleiben der Schönheit (Rowohlt Berlin).

„Mehr als ein Obdach“: Lidia Amejko Die Vorstadtheiligen (DuMont).

„Ein Kleinod“: Buddahadeva Bose Das Mädchen meines Herzens (Ullstein).

Sachbuch
Dipesh Chakrabarty Europa als Provinz (Campus).

Hannah Arendt, Gershom Scholem Der Briefwechsel (Jüdischer Verlag).

David Berger Der heilige Schein. Als schwuler Theologe in der katholischen Kirche (Ullstein).

Rolf Selbmann Eine Kulturgeschichte des Fensters (Dietrich Reimer Verlag).

Tzvetan Todorov Die Angst vor den Barbaren (hamburger Edition).

Thomas Asbridge Die Kreuzzüge (Klett-Cotta)

Lydie Fischer Sarazin-Levassor Meine Ehe mit Marcel Duchamp (Piet Meyer Verlag).

„Islamisierung der Welt“: Willi Germund Allahs Missionare (DuMont).

Beat Wyss Bilder von der Globalisierung. Die Weltausstellung von Paris 1889 (Insel).

Die Moltkes in zwei ziemlich verschiedenen Familiengeschichten: Olaf Jessen Die Moltkes (C.H. Beck) und |Jochen Thies Die Moltkes (Piper).

Martha C. Nussbaum Die grenzen der Gerechtigkeit. Berechtigung, Nationalität, Spezieszugehörigkeit (Suhrkamp).

Kinderbuch
K.A. Nuzum Hundewinter (Carlsen).

Chen Chi-Yuan Kleiner Spaziergang (NordSüd).

Richard Harland Worldshaker (Jacoby & Stuart).

Annotationen
Bärbel Oftring Der Wald – Leben unterm Blätterdach (Gerstenberg).

A. Machinowiak Treppe Fenster Klo (Moritz).

Min-ki Kim Abschied von Aika (Aracari)

Grimms Märchen (Tulipan)

Uwe Kleeberg Das goldene Glöckchen (Edition Seeigel).

Dazu eine Seite Lesetipps der Redakteure.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Sigrid Damm Einmal nur blick ich zurück (Insel). Eine Reise durch das Werk der Autorin, herausgegeben von Hans-Joachim Simm.

Anne Michaelis Wintergewölbe (Berlin) – „erbaulich ist das nicht“, findet Rezensentin Sarah Elsing.

Niklas Holzberg Aristophanes. Sex und Spott und Politik (C.H. Beck).

Süddeutsche Zeitung

Und auch die Süddeutsche mit einer Literaturbeilage

„Tragödien segeln vorbei“: Gisela von Wysocki erzählt in Geschichte einer Suggestion (Suhrkamp) von einer Kindheit aus Musik.

„Wird hier überhaupt zugehört?“: Der neue Roman Ein Produktionsroman (Zwei Produktionsromane) von Péter Esterházy ist in Wahrheit sein erster – und auf Deutsch ist er auch ein Glanzstück der Übersetzerin Terézia Mora.

„Ein Telefon klingelt ganz allein“: Der Fotoband Am Rande der Zeit bei Lehmstedt enthält die Summe von Roger Melis‘ Landleben.

„Noch fünfhundert Kilometer bis zum Weltuntergang“: Der Franzose Mathias Énard hat mit seinem Kriegsepos Zone (Berlin) ein Meisterwerk über die Gewaltgeschichte des 20. Jahrhundert vorgelegt, Rezensent Christopher Schmidt feiert ihn als den großen europäischen Roman der Gegenwart.

„Die dunklen Seiten der hellsten Absichten“: Ein Roman wie ein Kronleuchter ist Leopoldo Brizuelas Nacht über Lissabon bei Insel.

„Zeitalter ohne Zwielicht“: Eine amüsante Kulturkritik bietet Adam Soboczynskis Glänzende Zeiten bei Berlin.

„Wie herrlich ist doch das Gedruckte“: Hubert Winkels fragt Kann man Bücher lieben? (Kiepenheuer & Witsch)

„Die Wut der Buchhalter auf die Zahlen“: Der böse-sarkastische Nachkriegsroman Haut und Knochen von Georges Hyvernaud (Suhrkamp) ist eine Wiederentdeckung.

„Der Himmel über Iran“: Walter Niedermayrs Ansichten eines selten fotografierten Landes finden sich in Recollection bei Hatje Cantz.

„Der Satan hat eine Gesundheit wie ein Gaul“: Die Neuübersetzung von Lew Tolstois Krieg und Frieden von Barbara Conrad ist gelungen (Carl Hanser).

„Wollust der Abschiede“: Die Kindheitshefte der argentinischen Schriftstellerin Norah Lange (Lilienfeld) sind zart-abgründig und mit allen Wassern des Kubismus und Surrealismus gewaschen.

„Hassen und irren“: In seinem neuen Roman Mein Name ist Legion schickt António Lobo Antunes einen Polizisten in die Hölle (Luchterhand).

„Dezember. Rot angelaufen“: Kluge Texte, Richters Bilder beinhaltet Dezember von Alexander Kluge und Gerhard Richter bei Suhrkamp.

„Die Leere im Innern der Tat“: Wen der Schauder nicht ergreift, dessen Seele ist unweigerlich verloren, lautet die Botschaft in Luis Stevensons Roman Der Master Ballantrae (Mareverlag).

Sachbuch

„Wo Architektur an den Himmel stößt“: Die schönsten Kirchengewölbe zeigt der Bildband Gewölbe des Himmels bei Collection Rolf Heyne von Florian Monheim.

„Wie wenige es sind, mit denen es sich reden lässt“: Henning Ritters Notizhefte (Berlin) beinhalten Aufzeichnungen und Aphorismen und sind ein Brevier für alle skeptischen Freunde der Vernunft.

„Frau im Schließfach“: Irène Speiser schreitet zur Hausauflösung als die Großmutter stirbt (Stroemfeld).

„Der Bauch der Küche“: Anthony Bourdain schreibt in Ein bisschen blutig nicht mehr als Koch sondern als moralische Autorität (Blessing).

„Diva und Hosenrolle“: Das Lexikon für Musik und Gender herausgegeben von Annette Kreutziger-Herr und Melanie Unseld zeigt die Unterdrückung der Frau im Musikbetrieb.

„Da klopft doch einer an die Tapetentür“: Markus Krajewski hat in Der Diener (S.Fischer) die Geschichte vom Kammerdiener zur Suchmaschine aufgeschrieben.

„Frankreich heißt nun Allemagne“: In Es hätte auch anders kommen können schreibt Alexander Demandt eine virtuelle Geschichte auf, wie es gewesen wäre, wenn Jesus freigesprochen und Bayern Großmacht geworden wäre…

„Der Elefant erkennt sich nicht im Spiegel“: In Wie einzigartig ist der Mensch erklärt der Hirnforscher Gerhard Roth das menschliche Bewusstsein aus der Evolution.

„Flüssiges Gold im Herzen der Finsternis“: Im Fotoband Tropical Gift hat Christian Lutz das Nigerianische Ölbusiness abgelichtet (Lars Müller Publishers).

„Die Schlange guckt und rettet“: Roberto Calassos legt in Das Rosa Tiepolos (Carl Hanser) eine bestechende Beschreibung, dämonische Deutung und schwärmerische Ehrenrettung des Hofmalers Giambattista Tiepolos vor.

„Keulende Krieger“: In Rettet unser Geld (Heyne) will Standort-Kritiker Hans-Olaf Henkel den Euro preisgeben, um Deutschland zu retten.

„Linkes Denken – auf Einladung der USA“: Tim B. Müller beschreibt in Krieger und Gelehrte ein faszinierendes Kapitel der Geschichte des Kalten Krieges (Hamburger Edition).

„Warum Jugoslawien in den neunziger Jahren im Bürgerkrieg unterging“: Marie-Janine Calić zeigt in Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert (C.H.Beck) die wahren Gründe, die zum ethnischen Kämpfen führten.

Hörbuch

„Alt und unbekehrt“: Grimmelshausens Lebensbeschreibung der Erzbetrügerin und Landzerstörerin Courage hat alles, wovon man gerne hört (Eichborn).

„Mit Pferd und doppelten Boden“: Klaus Buhlert vertraut den Stimmen und arrangiert den Don Quijote des Cervantes zu einer szenischen Lesung (Hörverlag).

„Eine Welt im Untergang“: Irène Némirovskys Roman Die Familie Hardelot erschien posthum 1947. Nun liest ihn Iris Berben bei Random House Audio – und das nicht schlecht, meint Jens Bisky.

„Der majestätische Charme von Stahl“: Das zeigt Philip Plissons Band Schiffe bei National Geographic.

„Die Jahre der Ziege sind gute Jahre“: Leonard Fuest zeigt in Die Fahnen von Paris die traurige Seite der Stadt als Schönheit.

„Volle Peilung“: In Der Kompass weiß Alan Gurney, wo es in der Geschichte des Messinstrumentes langgeht (Delius Klasing).

Im Feuilleton-Buch geht es noch einmal um Das Amt, die Bestände des AA sind jetzt öffentlich zugänglich.

„Kampf mit dem Mikrofon“: Der 83-jährige Nobelpreisträger Gabriel García Márquez entdeckt sich in seinem neuen Buch Yo no venge a decir un discurso (Mondadori) als Redner.

„Willensbürger im Weltsystem“: Noch einen Bericht zum stand der Bürgerlichkeitsdebatte haben heinz Bude und andere unter Bürgerlichkeit ohne Bürgertum. In welchem Land leben wir? bei Wilhelm Fink herausgegeben.

Außerdem werden sechs Taschenbücher annotiert.

Die Welt

Nach Graz kamen 150 Schriftsteller, um den 50. Geburtstag der Literaturzeitschrift manuskripte zu feiern. – Weiter nichts heute.

NZZ

Tom Rachmans Roman Die Unperfekten (dtv): „Hurra, wir leben – noch“, so Rezensentin Angela Schader mit kleinem Seitenhieb auf die Medienschelte, von der auch in jüngster Zeit die NZZ nicht verschont blieb.

Amerikas älteste Lyrikzeitschrift Poetry schöpft seit einiger Zeit nicht nur literarisch aus dem Vollen.

„Durchzogene Bilanz“: Michael Lenz Offene Unruh. 100 Liebesgedichte (S. Fischer).

Annotationen
Thomas A. Szezák Was Europa den Griechen verdankt (Mohr-Siebeck)

Philosophien sprachlicher Gewalt. 21 Grundpositionen von Platon bis Butler (Velbrück)

Allan J. Hobson Das optimierte Gehirn (Klett-Cotta).

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