Kulturstaatssekretär André Schmitz übereichte heute im Auftrag von Bundespräsident Christian Wulff Johannes Hegenbarth das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Hegenbarth ist unter seinem Künstlernamen Hannes Hegen einem Millionenpublikum vor allem in Ostdeutschland als Schöpfer des Mosaik und seiner legendären Comic-Figuren Dig, Dag und Digedag bekannt.
Das Mosaik von Hannes Hegen erschien in 229 Monatsheften von 1955 bis 1975. Die Digedag-Geschichten waren frei von jeglicher politischer Propaganda und besaßen wegen der witzigen Ideen, der hervorragenden Comictypen und der spannenden Geschichten in der DDR Kultstatus. Hegenbarth, der sich die Rechte an seinen Figuren gesichert hatte, geriet in den zwanzig Jahren seiner Mosaik-Tätigkeit wiederholt in Konflikt mit der DDR-Kulturbürokratie. Ab 1976 erschien das Mosaik ohne ihn und seine Digedags. An die Popularität, zu der Hannes Hegen, das Genre in der DDR gebracht hatte, konnte es jedoch nicht anknüpfen.
Sein künstlerisches Gesamtwerk hat Johannes Hegenbarth unlängst dem Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig vermacht. Mark Lehmstedt hat gerade eben über das Phänomen dieses einzigen Comics der DDR sein Buch Die geheime Geschichte der Digedags veröffentlicht (Lehmstedt Verlag.