Reto Hilty, Direktor des Max-Planck-Instituts für geistiges Eigentum, hat auf dem Netzpolitischen Kongress der Grünen scharfe Kritik an der Ausgestaltung des Urheberrechts geübt, berichtet heise.de.
Man dürfe daher „nicht davor zurückschrecken“, das Copyright über den steinigen Weg langwieriger internationaler Konferenzen und diplomatischer Gespräche langfristig fit zu machen fürs digitale Zeitalter. Hilty untermauerte daher seinen Appell, das prinzipiell auch im Urheberrecht vorgesehene Instrument der Erteilung von Zwangslizenzen für immaterielle Güter einzusetzen. Damit müssten Konkurrenten wie Google zwar eine „marktgerechte Gebühr“ zahlen, könnten dafür aber legal eigene Produkte mit urheberrechtlich geschützten Werken anbieten.