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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Mario Vargas Llosa, Hans Mommsen zum 80. und zum Tod von Eva Ibbotson

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

„Die Freiheit, die ich meine“: Gratulation an den Historiker Prof. Dr. Hans Mommsen, der achtzig wurde. Als Gabe erschien bei DVA der Sammelband Zur Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert mit frühen Aufsätzen.

Kommentiert wird, dass Mario Vargas Llosa zu von Suhrkamp zu Rowohlt wechselte und es wird daran erinnert, dass Siegfired Unseld noch 1976 die Frankfurter Buchmesse mit diesem einen Autor dominieren konnte. Rowohlt, der jüngst Jose Saramago an Hoffmann und Campe abgeben mussten, fülle die Zahl der Nobelpreisträger unter seinen Autoren damit wieder auf.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Das Bild steht starr und schweiget“: Bob Dylans neue Bilderserie, die gerade in Kopenhagen zu sehen ist und mit einem üppigen Katalog („The Brazil Series“, Prestel) versehen wurde, ist „schwerfällig und matt“.

„Die Schöpfung der Erde war ein großer Weltfehler“: Vladimir Sorokin beendet mit 23000 seine Triologie und kann Band zwei Bro nicht toppen (alle Berlin Verlag).

„Liebe im Leeerlauf“: Sie hat zu viel gelesen, er hat zu viel erlebt: Corinna Schnabel erforscht die Herzgegend im Alter (S. Fischer), mancher Leerlauf bringt ihren Text um seine Wirkung.

Morgen in „Bilder und Zeiten“ geht es um Frederick Forsyth und auf der Literaturseite um Peter Handke und seine Familie.

Wie erst jetzt bekannt wird, ist Eva Ibbotson bereits am 20. Oktober gestorben. Die 1925 in einem jüdischem Elternhaus in Wien unter dem Namen Maria Charlotte Michelle Wiesner geborene Autorin wurde mit dem Kinderbuch Das Geheimnis der Hexen von Wellbridge 1979 berühmt. Zuletzt erschien von ihr Der Libellensee oder Wie man einen Prinzen rettet (Dressler).

Annotiert wird unter:
> „Lauter Stereotypen“: Diven, Hacker, Spekulanten. Sozialfiguren der Gegenwart herausgegeben von Stephan Moebius und Markus Schroer (Suhrkamp).

Süddeutsche Zeitung

Franziska Augstein interviewt Hans Mommsen über seine Jugend und warum Hitlers Erfolg nicht so einfach zu erklären ist, wie vielfach geschieht.

„Unter der geballten Faust“: Bei Lehmstedt sind Eberhard Klöppels „klassisch-schöne Fotos“ über das letzte Umbauprojekt in der Hauptstadt der DDR erschienen: Berlin – Ecke Greifswalder.

„Hauptsache man träumt profitabel“: Erich Wolfgang Skwaras Roman Im freien Fall (Hoffmann und Campe) beschreibt das ungeschminkte Altern eines selbstverliebten Mannes.

„Der chronische Chronist“: Timothy Garton Ash bilanziert die Jahrhundertwende in seinem gleichnamigen Buch mit dem Untertitel Weltpolitische Betrachtungen bei Hanser.

Annotiert werden neue Taschenbücher:
> Wilhelm Rabe: Stopfkuchen}. dtv
> Ulrich Schmid: Lew Tolstoi}, C.H.Beck
> Ludwig Jäger: Ferdinand de Saussure zur Einführung}, Junius
> Louis Aragon: Projekt einer zeitgenössischen Literaturgeschichte, edition text + kritik
> Ljudmilla Petruschewskaja: {Russische Schauergeschichten
, btv
> Christoph Driessen: Kleine Geschichte Amsterdams}, Pustet

Die Welt

„Superheld wider Willen“: vor 150 Jahren wählten die Amerikaner Abraham Lincoln zum Präsidenten. Wie sie sich damit selbst den Krieg erklärten, beschreiben zwei Bücher mit gleichem Titel:
> John Keegan: Der amerikanische Bürgerkrieg, Rowohlt
> Michael Hochgeschwender: Der amerikanische Bürgerkrieg, C.H.Beck

Hier mit Bild: Joachim Unseld mit Mario Vargas Llosa auf der Buchmesse 1982. Bereits nach der Verleihung des Nobelpreises schossen die Gerüchte ins Kraut. Alle dementiert. Nicht dementiert wurde ein Bieterwettstreit und hohe Forderungen der Agenten. Anlass zu einer Betrachtung über zahlreiche Abgänge bei Suhrkamp aber auch: Manche Agenten verzichteten inzwischen überhaupt darauf, dass ein Autor in einem bestimmten Land erscheint, wenn die Lizenzgebühren nicht ihren Vorstellungen entsprächen, berichtet die SZ. Die Ära, dass ein Autor sein (Schriftsteller-)Leben bei einem Verlag verbringt sei endgültig vorbei.

Financial Times Deutschland

„Schnell, bunt, effizient“: Die Firma Qualcomm könnte schon bald mit Alleskönner-Displays den E-Reader-Markt aufmischen. Die farbige Bildschirmtechnologie verbraucht deutlich weniger Strom als LCD-Displays und zeigt Filme ebenso schnell an wie (Zeitungs-)Texte.

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