Gestern haben uns besorgte Stimmen aus dem Sortiment erreicht: Im Random House-Vertrieb scheint angesichts des Andrangs „von bislang ungeahntem Ausmaß“ (so DVA-Sprecher Markus Desaga) nicht alles rund bei der Auslieferung zu laufen: Vor allem kleinere Läden warten immer noch auf ihre Lieferung oder haben weit weniger als bisher vorbestellt bekommen.
Das ergibt auch eine telefonische, wenn auch nicht repräsentative Blitzumfrage beim Handel: Es scheint kein einheitliches Konzept gegeben zu haben, um (etwa durch Auslieferung nach Postleitzahlen) flächendeckend alle Firmen eines Ortes gleichzeitig lieferfähig zu halten). Ein Sortimenter mailt uns etwa, was er in seinen Läden an verschiedenen Standorten am gleichen Tag bestellt hatte und was er (Klammer) tatsächlich bekommen hatte: 150 (120)/150(10), 100(80),50 (0),50 (0),80 (0).
Markus Desaga kann auch noch nicht ganz Entwarnung geben, auch wenn er (und nicht nur er ) findet, dass es
„schon eine ziemliche Leistung ist, innerhalb von 2 Wochen 325.000 Exemplare in Auftrag zu geben zu drucken und in den Handel zu bringen“. Aber noch ist der Auftragsstau nicht abgearbeitet: „Wir haben mit der 8. Auflage jetzt insgesamt 400.000 Exemplare in Auftrag gegeben. Davon sind nun über 350.000 Exemplare im Handel. Wir versuchen alles, um alle eingehenden Bestellungen schnellstmöglich zu bedienen. Wir liefern täglich nach“.
Dass nicht alles rund laufen konnte, wird klar, wenn man die logistische Anforderung an den Vertrieb sieht: Am 30. August wurde die Erstauflage von 25.000 Exemplaren ausgeliefert; „innerhalb der letzten 14 Tage haben wir 325.000 Exemplare nachgeliefert“ sagt Desaga. Aber bei den Kleinen bleibt der Eindruck, dass „die großen Ketten bevorzugt wurden“.