
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Überall auf dem Titel: Nachrufe auf Claude Chabrol.
FTD
Ein hübsche Idee: „Die Sarrazin-Jäger“ – alle mal schön aufgegelistet mit ihrem Getön gleich am Anfang und dann etwas später: Ganz oben steht Christian Wulff, gefolgt von Angela Merkel. Axel Weber und natürlich Sigmar Gabriel. Und wenn man gedacht hat, Wulff sei richtig schlau gewesen, für den Sarrazin Rausschmiß aus der Bundesbank die Regierung vor den Karren zu spannen, dann fragt man sich jetzt, wie er es hingekriegt hat, daß ihm nun der Deal um die Ohren fliegt.
Frankfurter Rundschau
Heute nichts.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Neue Wirtschaftsbücher
Andrew Ross Sorkin Die Unfehlbaren (DVA).
Simon Johnson & James Kwak 13 Bankers (Pantheon Books)
Lawrence G. McDonald & Patrick Robinson Dead Bank Walking (HoCa).
Mohsen Mostafavi Ecological Urbanism (Lars Müller)
Anna Migutsch Wenn du wiederkommst (Luchterhand)
Annotationen
Fred Luks Endlich im Endlichen (Metropolis) und Matthias Müller Alle im Wunderland (Diederichs).
Süddeutsche Zeitung
Mit der Überschrift „Die heroischen Jahre des deutschen Feuilletons“, feiert Thomas Steinfeld die Veröffentlichung der Tagebücher von Fritz J. Raddatz. Der ist nun auch mit dem Hildegard-von-Bingen-Preis ausgezeichnet worden.
„Das Wort zum Bild“: Die Schriften des einflussreichen Kunst- und Kulturhistorikers Aby Warburg gibt es jetzt neu ediert in einem Band: Werke in einem Band, Suhrkamp. Außerdem die Biografie Aby Warburg von Perdita Rösch (Fink Verlag).
„Lindaminze im Siedlersenf“: Monique Troungs neuer Roman Bitter im Mund feiert die Geschmackssinne.
Der Wallstein Verlag sucht weiterhin Briefe von Joseph Roth.
Annotiert wird unter
> „Schlechter Sex“: Michael Miersch u.a., Früher war alles besser, Knaus
> „Das Kostüm“: Walter Kappacher, Rosina, Deuticke
Die Welt
„All die vielen Dinge, die verschwinden“: Mit seinem neuen Roman La Carte et le Territoire (Flammarion) eckt Michel Houellebecq nirgendwo an, Frankreich reagiert zögerlich auf diese Verkleinerung der Kampfzone. Mit anderen Worten: Bei seinem abendlichen Besuch nach der Auslieferung in der Buchhandlung „La Hune“ war der Stapel der Romane noch so hoch wie am Morgen, berichtet Tilman Krause. Umkreist wurde die Stapel von Robert Bobers Jules et Jim und Stefan Zweig, er ion Frankreich offenbar eine Renaissance feiert.
„Bleiben Sie dran, junger Mann“: Das Buch Das Neue, so merkwürdig… (Neues leben) beschäftigt sich mit der Frage, ob 1962 Hanns Eisler und John Lennon zusammengetroffen sein mögen und veröffentlicht ein fiktives Gespräch.