
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Martin Lüdke über die großartige Chronik 1970 des Verlegers Siegfried Unseld (Suhrkamp): eine „editorische Glanzleistung“. Stimmt.
Interview mit Florence Aubenas, die in Caen als Putze. Mein Leben im Dreck (Pendo) den Wallraff machte.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Neue Wirtschaftsbücher
Hardy Bouillon Wirtschaft, Ethik und Gerechtigkeit (buchausgabe.de).
Gérard Bökenkamp Das Ende des Wirtschaftswunders (Lucius & Lucius).
Im Feuilleton: die Memoiren von Tony Blair Mein Weg (C. Bertelmann). Sie regen England auf, machen das Land aber nicht klüger, meint Gina Thomas.
„Berlins schönstes Bücherregal“: Milan Bulaty Bibliothek (Berlin Verlag).
Ryszard Kapuscinski Ein Paradies für Ethnographen (Eichborn) – frühe Reportagen.
Annotationen
Ralph A. Austen Trans-Saharan African in World History (Oxford University Press).
Krieg und Aufklärung in Hessen (Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde).
Die Welt
Zwölf Jahre nach Ernst Jünger starb seine zweite Ehefrau. Heimo Schwilk besuchte die Tauerfeier.
Süddeutsche Zeitung
Michael Brenner über den Unfug des „jüdischen Gens“.
„Der Axolotl ist wieder da“: keine Angst, nicht die. Calos Busqued hat einen Roman mit dem Titel Unter dieser furchterregenden Sonne (Kunstmann) geschrieben, in dem dieses Vieh eine „entscheidende Nebenrolle“ spielt. Klingt alles sehr vielversprechend, was Merten Worthmann über diesen argentinischen Debütroman schreibt.
Christian Mürner porträtiert behinderte Romanfiguren: Erfundene Behinderungen (Verlag AG SPAK).
Die Entstehung des Positivismus’: Wolf Lepenies Auguste Comte (Hanser).
Das politische Buch: Franziska Augstein über Tony Blair Mein Weg (C. Bertelsmann).
Financial Times Deutschland
Über eine halbe Seite widmet sich die FTD dem neuen Reader von Thalia [mehr…] und zitiert Michale Busch, der eine fundamentale Veränderung für die Branche prophezeit. Thalia wolle in den nächsten Jahren 10 bis 15 Prozent seines Umsatzes mit E-Books erwirtschaften. Christina Müller von PricewaterhouseCooper meint, kleinere Buchhandlungen müssen sich jetzt Kooperationspartner suchen. Zu den Preisen sagte Busch: „Wir wollen an den Buchpreisen festhalten“
Zurück auf Los, meint die FTD heute zum Thema Karstadt. Die Gewinne seien höher als erwartet, nun müssten noch die Kosten sinken. Ob der Konzern aber überlebt sei frühestens in drei Jahren klar. Berggruen, der rastlos Reisende werde nach dem Deal aus Deutschland wieder verschwinden und dann übernimmt der „rustikale“ Sanierer Thomas Fox, heißt es. Der Berliner habe das Konzept geschrieben, das Berggruen bisher präsentiert habe. Ansonten wundert sich die FTD, dass es der Konzern überhaupt noch auf 66 Mio. Euro Börsenwert bringt. Die Aktie sei fest in der Hand der Zocker – Pleite hin oder her. Am Freitag wechselte jede fünfte Aktie ihren Besitzer.
Google will bis Weihnachten ein Musikangebot im Netz stehen haben. Per Cloud Computing soll dann jedes Lied auf jeden internetfähigen Rechner übertragbar sein. Damit werde es zur Konkurrenz zu Apple, das nicht über ein derartiges System verfüge.