Wie Die Welt soeben meldet, hat der Vorstand der Bundesbank einstimmig beschlossen, bei Bundespräsident Christian Wulff die Abberufung von Sarrazin als Vorstands-Mitglied zu beantragen.
Über die Abberufung muss Bundespräsident Christian Wulff entscheiden. Sarrazin selbst hat einen freiwilligen Rücktritt abgelehnt, wie die FAZ berichtet. Wulff hatte sich laut Welt am Mittwoch erstmals zum Fall Sarrazin geäußert und der Bundesbank eine Trennung nahegelegt. Er glaube, dass der Vorstand der Bundesbank „schon einiges tun“ könne, „damit die Diskussion Deutschland nicht schadet – vor allem auch international“, sagte Wulff dem Nachrichtensender N24. Die Abberufung eines Bundesbankvorstands gilt unter Juristen als nicht leicht umsetzbare Maßnahme. Inzwischen beteiligte sich laut FAZ auch Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank, an der Debatte. „Als Bürger war ich entsetzt über diese Äußerungen, als Präsident der EZB habe ich volles Vertrauen in die Entscheidungen der Bundesbank“, sagte Trichet. Derzeit läuft eine Ratssitzung der EZB.