
Die Gesellschaft für Exilforschung verleiht dem amerikanischen Germanistikprofessor und hervorragenden Kenner der deutschsprachigen Emigration und des Exils in die USA, John M. Spalek, die Ehrenmitgliedschaft.
Die Verleihung durch die Vorsitzende der Gesellschaft für Exilforschung, Dr. Ursula Langkau-Alex, findet am Montag, dem 6. September in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main, Adickesallee 1 statt.
John M. Spalek, der vor wenigen Tagen in Weimar mit der Goethe-Medaille für seine Verdienste geehrte wurde, ist der Nestor der Exilforschung in den USA.
Bereits zu Beginn der 1970er Jahre begann er, Materialien deutschsprachiger Emigranten in den USA zu lokalisieren und zu beschreiben. Er hat zahlreiche Standardwerke zur Exilliteratur verfasst und herausgegeben und so die Voraussetzung für die systematische Erforschung des erzwungenen geistigen Transfers aus dem Machtbereich der Nationalsozialisten in die USA geschaffen.
Seit vielen Jahren arbeitet Professor Spalek im Rahmen von Erwerbungsprojekten mit dem Deutschen Exilarchiv 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek zusammen. Seinem unermüdlichen Einsatz verdankt die Sammlung des Archivs rund 90 Nachlässe und Teilnachlässe emigrierter Wissenschaftler, Publizisten, Schriftsteller und Künstler in den USA. Darunter sind die Nachlässe der Soziologen Joseph und Alice Maier, des Politologen Sigmund Neumann, der Schriftsteller Soma Morgenstern und Ivan Heilbut, des Altphilologen Ernst Moritz Manasse, des Hethitologen Hans Gustav Güterbock sowie das Archiv des Aufbau, New York.