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Frankfurter Literaturhaus präsentierte neues Programm

Hauke Hückstädt

Auf einer Pressekonferenz stellte heute Mittag Hauke Hückstädt, der die Leitung des Literaturhauses Frankfurt seit 1. Juli dieses Jahres von Maria Gazzetti übernommen hat, das neue Programm vor.

Dr. Joachim Unseld, 1. Vorsitzender des Vorstands des Literaturhauses, würdigte in seiner Begrüßung die Arbeit des neuen Leiters und seines Teams, die in den vergangenen zwei bis drei Monaten geleistet wurde.

Das neue Programm steht auf den Schultern der Vorjahre, Bewährtes wird den Besuchern wieder begegnen, auf Neues dürfen sie gespannt sein.

In strahlendem Blau fällt die neu gestaltete Übersicht auf, das Heft löst den bisherigen Folder ab, es lässt sich flexibler nutzen als die vorherige Form. „Das Heft soll eine Bedienungsanleitung für ein aufregendes und anregendes Kulturleben sein“, wünscht sich Hauke Hückstädt.

Am Mittwoch, 8. September, startet die Saison mit Judith Zander, die ihren ersten Roman Dinge, die wir heute sagten vorstellt.

Ebenfalls im September, am 14., wird die Reihe Schöne Aussichten – Das Frankfurter Literaturgespräch mit der VIII. Folge fortgesetzt.
Ein Höhepunkt ist sicher die Lesung der Autoren der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2010 am 18. September.
Fortgesetzt wird auch die Reihe Streitfall – Autoren in der Kontroverse mit ihrer XLIII. Auflage am 24. September.

Neun von insgesamt 160 Veranstaltungen der 2. Open Books, die zur Buchmesse in Frankfurts Innenstadt vom 6. bis zum 8. Oktober Besucher anziehen werden, gibt es im Literaturhaus.
Neu ist am 9. Oktober eine Open Party, bei der Büchermacher wie Charlotte Brombach, Karsten Kredel, Jörg Sundermeier, Petra Wittstock & Oliver Vogel Musik auflegen werden.

Ebenfalls neu ist die Vorstellung der drei Nominierten für den Schweizer Buchpreis 2010 am 14. Oktober.

Um Fußball, auch dies ein Novum, geht es, wenn sich am 19. Oktober Weltmeisterin Renate Lingor und Daniel Meuren, FAZ, unterhalten.

Kunst und Leben begegnen sich bei Thomas Hettche, der unter diesem Titel am 21. Oktober eine neue Reihe beginnt und als ersten Gast den Regisseur Hans-Jürgen Syberberg begrüßen wird.

Hauke Hückstädt selbst moderiert das Gespräch mit Rolf Basedow und Marie Bäumer. Basedow, Regisseur der Mini-Serie Im Angesicht des Verbrechens, die ab 22. Oktober freitags in der ARD zu sehen sein wird, und die Schauspielerin Marie Bäumer geben am 26. Oktober Auskunft über ein TV-Epos.

„Mit dem Programm möchte ich Anschlüsse herstellen“, charakterisiert Hauke Hückstädt seine Intensionen für das Haus. Er weiß: „Es gibt einen Unterschied zwischen Unterhaltung und Boulevard, wir hier im Literaturhaus sind für gute Unterhaltung zuständig.“

Dazu gehören weitere Neuerungen wie der Werk-Tag, erstmals am 28. September, an dem Heidi Gidion sich in der ersten Veranstaltung dem Œuvre von Emine Sevgi Özdamar nähert.

Backlist-Abende sollen besonderen Büchern gewidmet sein, nicht Autoren, sondern Werke stehen dann im Vordergrund.

Ebenfalls noch nicht ausprobiert ist das Mitgliedsheim, Literaturabende ausschließlich für Mitglieder des Literaturhauses in privaten Wohnungen, sozusagen ein Blind Date mit einem Schriftsteller.
Öffentlich hingegen ist eine neue Reihe unter dem Titel Hütten, Paläste.

Das Angebot für Kinder und Jugendliche wird erweitert, dazu sprach Franziska Lindner.

Doch nicht nur das Programm für die ersten beiden Monate der kommenden Saison wurde renoviert, auch in den Bereichen Lichttechnik, Bühnenaufbau, Information, Service und Ticketverkauf hat sich einiges getan. So können Eintrittskarten künftig online gekauft und gleich ausgedruckt werden und sind an vielen Vorverkaufsstellen erhältlich.

„Ein Literaturhaus muss sich fähig machen zum Selbstwiderspruch – ich hoffe, dass uns das gelingt“, blickte Hauke Hückstädt philosophisch in die Zukunft.

JF

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