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Würgt das Copyright den Wissens-Boom ab?

Hat Deutschland im 19. Jahrhundert einen industriellen Aufstieg erlebt, weil das Land kein Urheberrecht kannte? Mit dieser Analyse sorgt der Münchner Wirtschaftshistoriker Eckhard Höffner für Aufsehen.

Seinen Schlußfolgerungen wird sicher recht bald widersprochen werden. Z.B. ließe sich ihnen leicht entgegenen, daß dann der Wissens-Boom im zaristischen Rußland noch viel größer gewesen sein müßte, schließt man sich Höffners Logik an. Aber: Als dann Deutschland das Urheberrecht eingeführt hatte, haben z.B. Autoren wie Lenin oder Gorki durchaus Wert darauf gelegt, in Deutschland urheberrechtlich geschützt ihre Arbeiten zu veröffentlichen, um den Raubkopien einen Riegel vorzuschieben; dafür gründeten sie 1905 sogar einen Verlag: Ladyschnikoff. Was dort gedruckt war, war urheberrechtlich geschützt.

SPIEGEL-Redakteur Frank Thadeusz über Höffners Forschungen: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,709761,00.html

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