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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Apple zensiert James Joyce

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

An traumatischen Erfahrungen hat er genug, der deutsch-nigerianische Autor Anatol Egbuna. Mit zwei Büchern (Oyibo!!! und Neger!!!novum pro) hat er sich Luft gemacht. Christoph Behrends hat den Autor interviewt.

„Ansätze einer kritischen Theorie der Sport-Party“: Torsten Heinemann, Christine Resch (K)ein Sommermärchen (Westfälisches Dampfboot)

Joachim C. Martini über jüdisches Musikleben in Frankfurt;: Musik als Form geistigen Widerstandes. Das Beispiel Frankfurt am Main (Brandes & Apsel).

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Stefanie Peter hat den großartigen Roman Freelander von Miljenko Jergovic (Schöffling & Co.) gelesen und ist – wen wundert’s – begeistert.

Nur verhaltenen Beifall kriegt Friedrich Dieckmann von Thomas Meissner für seine Schiller-Studie Freiheit ist nur in dem Reich der Träume (Insel) – er findet die Materialfülle zu wenig gebündelt.

Annotationen
Jonathan Littell Tschetschenien im Jahr III (BTV), Jhumpa Lahiri Fremde Erde (Rowohlt) und Katharina Kienholz Nordlandliebe (Verlag Matin Wallimann).

Gernot Rotter, streitbarer Orientalist, Herausgeber und Autor, ist im Alter von 69 Jahren gestorben. Wann war das doch gleich, als er den Nahost-Reporter Gerhard Konzelmann als Abschreiber und „Plagiator Allahs“ entlarvte? Richtig, 1992 bei Palmyra

Neue Sachbücher
Ian Buruma Taming the Gods (Princeton University Press).

Ernst-Peter Fischer Laser (Siedler).

Ollivier Pourriol Éloge du mauvais geste (Editions Nil).

„Am Ende ist die Zensur eingeknickt“: Wie Comics und Magazine aufs iPad kommen. Beispiel James Joyce und Ulysses. Wir erinnern uns, wie vor 75 Jahren die Zensur aufschrie wegen diesem obszönen Schweinkram-Buch? Gestern nun war mal wieder Bloomsday – und Robert Berry hatte seine Comicversion des Ulysses für’s iPad pünktlich fertig zum kostenlosen Download – inzwischen wissen ja so einige, daß der Ulysses kein Ferkelbuch, sondern Weltliteratur ist… Sie ahnen aber, was bei Apple passiert ist? – Tja, ein bißchen Bildung tät den Zensoren, die Jobs für Jobs machen gut; man blamiert sich dann auch weniger…

Die Welt

Eine Marbacher Ausstellung zeigt, wie Suhrkamp Lateinamerika entdeckte. Siegfried Unseld resignierte nämlich gar nicht, als ihm KiWi García Márquez vor der Nase wegschnappte, sondern begann, den literarischen Kontinent systematisch zu erobern.

Totalverriß von Hanni und Nanni – der Film scheint ein Trauerspiel zu sein. Elmar Krekeler: „Und so sieht das Ganze aus, als hätten sie es nicht für ein junges, sondern für ein grenzdebiles Publikum konzipiert.“ – Aber sicher nicht schmuddlig wie Ulysses, d.i.: iPad-tauglich.

Süddeutsche Zeitung

Die Bibliothek im Londoner Bischofspalast Lambeth feiert mit einer Ausstellung ihr 400jähriges Bestehen.

Endlich erscheint eine kritische Gesamtausgabe der Essays und Publizistik Heinrich Manns (Aisthesis Verlag) – sechs Bände sollen es werden, zwei liegen schon vor.

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