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Heinold fragt: Wer war’s?

Lesen Sie aufmerksam folgenden Text und schicken Sie uns die richtige Lösung: Der Fall ist im Verlagswesen wohl einmalig: Drei Herren ohne Branchenerfahrung gründen eine Zeitschrift, um damit Geld für den von ihnen ausgeübten Premiumsport zu verdienen. Aus der im Gründungsjahr 1946 völlig unzeitgemäßen Idee entwickelt sich eine Mediengruppe, die heute mit rund 2.000 Mitarbeitern weltweit über 360 Millionen Euro Umsatz erzielt.

Mehrheitsgesellschafter ist seit 1971 die Tochter eines großen deutschen, weltweit operierenden Medienkonzerns. Doch zu 40,1 Prozent sind noch immer zwei der Gründerfamilien beteiligt. Und einer der Gründer lebt noch. Seinen Sport hat er bis 1952 aktiv betrieben. 1939, 1950 und 1951 hat er Große Preise bzw. den Titel eines Deutschen Meisters errungen. Heute ist er – Jahrgang 1911 – der älteste noch lebende Spitzensportler der Sportart, die neben dem Fußball von den Medien am meisten beachtet wird.

Im Anfang war eine Zeitschrift, deren Zulassung von den Behörden der zuständigen Besatzungsmacht geradezu ertrotzt werden musste. Ihr gesellten sich in rascher Folge weitere Zeitschriftentitel hinzu – so gut wie alle aus dem Bereich „Special Interest“, der mit dem wirtschaftlichen Wiederaufstieg der Bundesrepublik zunehmend an Bedeutung gewann. Der in der südwestlichsten Ecke Deutschlands gegründete Verlag siedelte 1950 in die Hauptstadt seines Bundeslandes in gemietete Büroräume über, errichtete später eigene Bürogebäude und hat dort bis heute seinen Sitz.

In den Aufbaujahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurde immer mehr Zeit und Geld für Hobbys aufgewandt. Auch die Nachfrage nach praktischen Ratgebern wuchs. Aus einem Buchversand für die Zeitschriftenabonnenten entstand eine Buchverlagsabteilung. Den Bedarf seiner Zielgruppen stets im Blick, entwickelte der Verleger aus Beobachtungen buchstäblich am Straßenrand die Idee für eine neuartige How-to-do-Reihe. Diese erhielt einen aussagekräftigen Slogan als Titel, was wesentlich zu ihrem Erfolg beitrug. Sie erscheint noch heute und hat mit über 200 Veröffentlichungen eine Gesamtauflage von mehr als zehn Millionen Bänden erreicht.

Es entwickelte sich eine erfolgreiche Buchproduktion. 1962 wurde der Buchverlag aus dem Medienhaus herausgelöst und als selbstständiges Unternehmen etabliert. Durch Zukäufe entstand im Laufe der Jahre eine Gruppe von fünf Buchverlagen unter einem einheitlichen Dach, geleitet seit 1985 von der Tochter des Firmengründers.

Diese Verlage wenden sich mit einer konsequenten Marketingstrategie an eine zahlenmäßig große Zielgruppe, deren verschiedene Interessen sie mit ihren fünf jeweils speziell geprägten Verlagsmarken bedienen. Und diese strikte Zielgruppenorientierung ist es, die die Gruppe dem Handel in einer seit Jahren laufenden Kampagne kommuniziert. Hauptwerbeträger sind ganzseitige Anzeigen in der Branchenpresse, die anhand der neu erscheinenden Titel nachhaltig immer wieder die Zielgruppenorientierung deutlich machen. Mit dieser Strategie hat sich die Gruppe einen festen Platz im Buchhandel erobert und diesem dazu verholfen, Umsätze von anderen Vertriebswegen auf sich zu ziehen und neue Verkaufspotenziale zu erschließen.

Die fünf Verlage treten unter dem Oberbegriff XXXX-XXXXXXX-Verlage auf. An Stelle der elf X stehen Vor- und Nachname des erfolgreichen Verlagsgründers und Spitzensportlers. Heinold fragt: Wie heißt er?

{Senden Sie die Lösung an heinold@buchmarkt.de. Einsendeschluss ist der 18. Mai 2010. Unter den Einsendern, deren Lösung komplett und richtig ist, verlosen wir ein Exemplar „Bücher und Buchhändler“ (Bramann) von Wolfgang E. Heinold.

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