
Das zentrale Event der Stiftung Lesen am gestrigen Welttag des Buches fand in Mainz statt und hieß Bücher im Wind. Hauptpartner dabei war die Deutsche Post.
Etwa 3000 Kinder und Jugendliche kamen ab 10 Uhr zur Veranstaltung in den Park am Römerwall. Hier hingen 175.876 Buchcover zwischen den Bäumen, eine Idee von Heinrich Kreibich, Geschäftsführer der Stiftung Lesen. 10.205 Schulklassen aus ganz Deutschland haben sich beteiligt, ihre Lieblingsbuchumschläge gestaltet und Lesetipps aufgeschrieben. So ist ein Freundschaftsband mit einer Länge von insgesamt 39,1 Kilometern entstanden.
Im Park lockten außerdem ein Spieleparcours, ein Bücher-Kreativ-Zelt und eine Aktionsbühne die jungen Leser zum Mitmachen.
Seit Januar 2010 wurde das Event vorbereitet, Einladungen gingen an die Schulen. Bis Mitte April türmten sich dann die Berge eingeschickter Buchcover und Begründungen, warum dieses Buch zum Lieblingsbuch wurde, bei der Stiftung Lesen. Kinder aus der Grundschule Großburgwedel schrieben zur Aktion Bücher im Wind: „Für uns sind Bücher die Segel, mit denen wir uns in der Fantasie bewegen. Deshalb finden wir es eine tolle Idee, unsere Segel zu setzen und im Wind flattern zu lassen.“
Doch nicht nur aus Deutschland, sondern aus aller Welt kamen Briefe aus den Schulen. So hängen zwischen allen Buchumschlägen auch Titel, die von Kindern aus Südafrika, China und Paraguay eingeschickt wurden.
Die Aktionen und Gespräche auf der Bühne moderierte Thomas Sonnenburg, Diplompädagoge und TV-Streetworker, prominente Mitspieler waren Erdogan Atalay, Monica Ivanca, Gundula Gause, Dieter Falk, Barbara Hahlweg, Klaus Hafner, Andreas Ivanschitz und Kinderbuchautor Thilo.
Die Cover und die Begründungen werden übrigens nach Abschluss des Festes nicht entsorgt, sondern mit Unterstützung des Instituts für Jugendbuchforschung der Universität Frankfurt/Main ausgewertet.
JF