Home > Verlage > ONKEL & ONKEL zieht nach Frankfurt

ONKEL & ONKEL zieht nach Frankfurt

Verleger Oppmann hat einen guten Blick für die
Zeichen der Zeit und das richtige Timing

Der Verlag ONKEL & ONKEL verlässt Berlin, um künftig in Fankfurt zu arbeiten. Als Grund nennt Verleger Volker Oppmann (Foto) ein „in jeder Hinsicht stimmiges Angebot der Stadt Frankfurt, die nach dem Weggang von Suhrkamp große Bemühungen um eine auch weiterhin blühende Verlagslandschaft zeige“.

Mit dem Standortwechsel sei gleichzeitig eine Erweiterung des belletristischen Programms geplant – mit klarem Fokus auf junger, unangepasster Literatur. »Wir wollen Zeichen und neue Trends setzen«, erklärt Oppmann selbstbewusst. Schließlich sei man in erster Linie als Vorzeige-Innovationsprojekt nach Frankfurt geholt worden.

Entsprechend wird jeder Titel parallel sowohl als Print- als auch als eBook-Ausgabe für das iPad erscheinen, wobei den Printausgaben ein Freischaltcode für die Apps beiliegen wird. Der Schlüssel sei eine stimmige Verbindung aus Tradition und Innovation.

»Es weht ein neuer Wind in der Branche, und wer sich nicht anpasst, geht unter«, erklärt Vertriebsleiter Marc Nutsch. Dennoch glaube man fest an das Medium Buch. »Gedruckte Bücher werden mehr und mehr zum Statussymbol und Sammlerobjekt, entsprechend viel investieren wir in die Ausstattung.

Der einzige Bereich, in dem wir völlig auf gedrucktes Papier verzichten werden, ist die Werbung. Unsere Vorschauen wird es ab sofort nur noch in elektronischer Form geben – ebenfalls auf dem iPad.«

Zur Frankfurter Buchmesse soll der Umzug vollzogen sein, auch wenn Klaus Wowereit bereits angekündigt hat, ein attraktives Gegenangebot auf den Tisch zu legen.

Dazu erreicht uns gerade (15.30 Uhr) noch eine Leser-Mail:

„Liebe Kolleginnen und Kollegen,

bitte seien Sie doch so freundlich und übermitteln dem Verleger von onkel & Onkel meinen Glückwunsch zum Umzug nach Frankfurt. Um in traditionsreichen Gemäuern residieren zu können, bieten sich doch die ehemaligen Verlagsräume des Suhrkamp Verlages an. Durch den Archiv-Verkauf des Suhrkamp Verlags an Marbach, dürfte einer Renovierungsunterstützung seitens Frau B-Unseld nichts entgegenstehen. Sicherlich hat Frau Roth auch beste Kontakte zur IHK in Frankfurt, sodass ihreseits eine Ausschreibung der besten Handwerker sicherlich gewährleistet sein dürfte.

In diesem Zusammenhang erfuhr ich soeben von einem Mitarbeiter von Random House aus der Neumarkterstr., dass auch Random House die Stadt Frankfurt unterstützen möchte und für 2012 rechtzeitig zur Buchmesse einen Umzug nach Frankfurt plant. Die solle im Rahmen durchgreifender Restrukturierungsmassnahmen und Sparplänen passieren. Erstens seien die Gewerbemieten im Frankfurter Umland preiswerter als in München und ausserdem würden jährlich tausende von Euros für die Reise-und Hotelkosten während der Frankfurter Buchmesse gespart.

Mit besten Grüssen aus München,

Tucholsky Buchhandlung
Philine Meyer-Clason GmbH
Augustenstrasse 123“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert