
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Anja Reisch bespricht in „Nach der Katastrophe“ Anette Pehnts Erzählungen Man kann sich auch wortlos aneinander gewöhnen, das muss gar nicht lange dauern. (Piper).
Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Damals im Mai“: Die FAZ druckt ein Kapitel aus Herta Müllers Prosadebüt Niederungen ab, das in den bisherigen Ausgaben (die erste ist 1984 im Rotbuch Verlag erschienen) fehlte. Am 8. März erscheint eine – vollständige – N euauflage bei Hanser.
„Meine Fatwa“: Salman Rushdie will ein Buch „über seine Erfahrungen als Untergetauchter nach dem Todesaufruf des Ayatolla Khomeini 1989 schreiben“, hat die FAZ in Erfahrung gebracht.
„Was die Bombensplitter säten“: Ingeborg Harms über Gisela Elsners Roman Fliegeralarm, den die Autorin in nur acht Tagen und Nächten geschrieben haben soll (Verbrecher Verlag .
„Aller Anfang war leicht“: Christina Hoffmann über Andreas Unterwegers Roman Wie im Siebenten – „ein Debüt über einen Debütroman“ (Droschl). Ihr Fazit: Unterwegers Buch sei ein „manchmal verschwurbeltes, aber durchweg charmantes Plädoyer für Gelassenheit und das Vertrauen darauf, dass alles so kommen wird, wie es soll. Vielleicht also doch ein Frauenbuch – aber ein anspruchsvolles.“
„Es schwankt das Fundament des Glücks“: Wolfgang Kersting über das Sachbuch Warum gerechte Gesellschaften für alle besser sind von Richard Wilkinson und Kate Pickett (Tolkemitt bei Zweitausendeins). „Ärgerlich“ sei nur der deutsche Titel, der „offensichtlich vermutete egalitaristische Instinkte der deutschen Sozialstaatsmentalität bedienen möchte“, schreibt er. Der Originaltitel laute dagegen: „Wasserwaage. Warum gleichere Gesellschaften fast immer besser dran sind.“
Außerdem besprochen:
„Gedächtnisräume“: Über Annette Seemanns Das Weimarer Residenzschlos (Insel)
„Der König lässt bitten und vergießt seine Tränen“: Michael Borgolte über Warum weint der König? Eine Kritik des mädiavistischen Panritualismus von Peter Dinzelbacher (Wiss. Verlag Bachmann).
Eric Pfeil, Komm, wir werfen ein Schlagzeug in den Schnee. Die Pop-Tagebücher (Kiepenheuer & Witsch).
Süddeutsche Zeitung
Gustav Seibt hat sich unter dem Titel „Die Kunst, immer dabei zu sein“ Norbert Leitholds Biographie Graf Goertz. Der große Unbekannte. Eine Entdeckungsreise in die Goethezeit angesehen. Erschienen bei Osburg.
Mit dem Zitat „Drei Vasen voll Herz des Gartens schleiernd den Herbst vor seine Stirn“ betitelt Alexander Kissel seine Rezension von Friederike Reents Ein Schauern in den Hirnen, die sich auf über 400 Seiten mit Gottfrieds Benns 20-seitigem Prosatext Der Garten von Arles befasst. Verlegt bei Wallstein.
Die Welt
Wieland Freund nimmt sich noch einmal dem Thema „Google Settlement“ an: „6.500 Autoren wollen raus aus ‚Google Books’“, so die Headline.
Und Uwe Wittstock schreibt über den „Fall Hegemann, dadaistisch gesehen“ (Untertitel): „Wie Durs Grünbein sich in Gottfried Benn verwandelt.“
Neue Zürcher Zeitung
Unter dem Titel „Nennt das Kind beim Namen“ führt Philipp Theisohn die Debatte um Helene Hegemann weiter. Der Literaturwissenschaftler hat 2009 beim Kröner Verlag die Studie Plagiat. Eine unoriginelle Literaturgeschichte veröffentlicht.
Angela Schader bespricht in „ Die Hyäne am Debütantinnenball“ Leonora Carringtons Erzählungen Die Windsbraut, Edition Nautilus.
Dorothea Dieckmann hat sich in „Immer wieder geschieht mir das“ Fremd genug, die Lebensgeschichte von Erika Pedretti angesehen, die die Schriftstellerin zu ihrem 80. Geburtstag bei Insel herausgegeben hat.
Weitere Buchhinweise: Philosophie im Zeitalter der Extreme von Gerhard Gamm, erschienen bei Primus.
Versuch über Musik und Sprache von Albrecht Wellmer, verlegt bei Hanser.
Die 13 Katastrophen von Paul Altheer, Chronos.
Die Bücher aus der ZEIT und Merkur hatten wir gestern schon [mehr…]).