
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Monika Maron erhält den Humanismus Preis der Deutschen Altphilologen; Peter Michalzik ruft „Hilfe“ – er weiß schon gar nicht mehr, worum es im Fall Hegemann geht, drei Seiten in der ZEIT am Donnerstag haben ihn völlig ratlos gemacht…,
dann wird („Losgelöst, driftend“) Don DeLillo Der Omega Punkt (Kiepenheuer & Witsch) von Christian Thomas besprochen – auch wir sind ratlos, ob er ihn gut oder schlecht findet, aber dafür hat er jede Menge Platz gebraucht.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Heute Kinder- und Jugendbücher:
Andreas Platthaus findet, „Hundert Jahre warten zahlen sich aus“: Er schreibt über die „vergessene Größe der Comic-Frühgeschichte“: Peter Newells Comic Pollys Traumabenteuer (Jacoby & Stuart).
„Unter Engeln“: Cordula Gerndt über Tanya Lieske Krümel unterwegs (Verlag Sankt Michaelsbund).
Und ein neues Sachbuch:
„Von Menschentieren, die das Reden nicht lassen wollen“:
Helmut Mayer über John Gray, der in Von Menschen und anderen Tieren (Klett-Cotta) „für den Abschied von allen hochgestochenen humanistischen Illusionen“ plädiere.
Ach ja, „Apfelschorle statt Ecstasy“ – ein Bericht über eine Lesung aus Strobo, mit der Deef Pirmasens bereits seit Ende vorigen Jahres unterwegs ist – deswegen waren ihm auch die geklauten Stellen als erstem aufgefallen. Fazit von Julia Bähr: „Hier Selbstreflexion, dort Adoleszenz-Wortgeklingel“.
In der Beilage:
Ein „Ortstermin“ in Aspen, in der Stammkneipe des Autors Hunter S. Thompson, der sich vor fünf Jahren erschossen hat. Andresa Lesti war da.
„Das Lied von den komplizierten Wegen der Liebe“: Eva Menasse findet, „die gesammelten Stories von F. Scott Fitzgerald lesen sich wie ein intimer Kommentar zu seinem Leben“ (Gesammelte Erzählungen, Diogenes).
„Im Hurenhaus der Hölle“: Thomas Leuchtenmüller über Und die Nilpferde kochten in ihren Becken das „frühe Gemeinschaftswerk“ von William S. Burroughs und Jack Kerouac (Nagel & Kimche).
„Die Zeit geht zwei Tage nach“: Peter Demetz über Jiri Kratochvils Brünner Erzählungen (Braumüller Literaturverlag): „Magisch“.
Und „Im Gespräch“ mit Siri Hustvedt fragt Sandra Kegel: „Sind Sie hysterisch?“
Die Welt
Peter Dittmar schreibt über die „Teuerste Handschrift der Welt“ zum Kauf des Casanova-Manuskriptes.
Dazu wieder sieben Seiten Bücher in der Beilage, „Buch der Woche“ ist Don DeLillo Der Omega Punkt (Kiepenheuer & Witsch).
Süddeutsche Zeitung
Auch hier ein Kommentar zum Quellenverzeichnis [mehr…] zu Hegemann (von Jens -Christian Rabe), dazu auf S. 2 eine „Außenansicht“ (?) „Helene und die Brotgelehrten“ von Elke Heidenreich auch zum gleichen Thema. Ihr Fazit: „Ein kranker Betrieb. Noch ein kleiner Tipp? Lesen! Guten Büchern kann dieser Betrieb nämlich nix anhaben.“
„Falschgold“: Christoph Haas über Clancy Martins „talimihaften Debütroman“ Verkaufen (Berlin Verlag).
„Der Untergang lässt auf sich warten“: Jens Bisky über Gerhard Henschel und Menetekel. 3000 Jahre Untergang des Abendlandes (Suhrkamp).
Kurz: Der Gedichtband Kleines morgendliches Verbrechen von Georgi Gospodinov (Droschl) „kalauert erleuchtend“.
Und SZ-Autor Stefan Ulrich war „Ein Jahr in Italien“: Arrivederci, Roma (Ullstein).
In der Wochenend-Beilage dazu noch ist ein ganzseitiges Porträt über die Autorin Helen FitzGerald, deren Buch Furchtbar lieb“] am Montag bei Galiani[ erscheint. [Hilmar Klute hat sie in Glasgow besucht und lobt ihren Roman sehr.
NB: Das Spannenste ist heute aber das Inserat von C.H.Beck zu {Eva Braun- Leben mit Hitler: Die Zitate aus den ersten Rezensionen sind gute Verkaufsargumente – und machen neugierig auf das Buch.