
Vorgestern Abend fand im Lesecafé der Zentralbibliothek Frankfurt das dritte Lektorengespräch statt. Nach Joachim Unseld, Frankfurter Verlagsanstalt und Petra Gropp, S. Fischer Verlag war dazu Rainer Weiss, weissbooks.w zu Gast.
Moderatorin Sabine Rock vom Kooperationspartner der Veranstaltungsreihe, der VHS, stellte zunächst den Geschäftsführer von Weissbooks vor und fragte, wie er Lektor geworden ist.
Rainer Weiss berichtete über seinen Berufseinstieg in die Buchbranche; er begann als Assistent des Werbeleiters beim Piper Verlag, nach anderthalb Jahren wurde ihm die Arbeit als Lektor angeboten.
Zur Gründung von Weissbooks im Januar 2008 unterstrich Rainer Weiss: „Ich habe den Verlag nicht allein gegründet, die Geschäftspartnerin Anya Schutzbach war und ist sehr wichtig für mich. Allein hätte ich dieses Unternehmen nicht begonnen.“ Allerdings sei mit dem eigenen Verlag auch ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen.
Weiterhin schätzte Rainer Weiss den Zeitpunkt des Verlagsstarts als glücklich ein. In der gegenwärtigen Krise wäre das wohl so nicht möglich.
Außerdem wurden Fragen des besonderen Designs von Weissbooks angesprochen und der Name mit dem Punkt und dem dahinter stehenden „w“ enträtselt; das stehe für eine Annäherung an die Dot-Generation und gleichzeitig eine Abgrenzung zu den Dot-com-Unternehmen.
Sabine Rock wollte wissen, wie Autoren gefunden werden und wie mit unverlangt eingesandten Manuskripten umgegangen wird.
Beim zu besprechenden Buch Letzte Liebe von Dorothea Razumovsky, erschienen letztes Jahr im November, kam die Anregung vom Verleger persönlich. Er forderte die als Sachbuchautorin und Journalistin bekannte Dame anlässlich eines Messeempfangs 2006 auf, Prosa zu schreiben. So landeten die ersten Kapitel auf Rainer Weiss’ Schreibtisch. Das Lektorat bezeichnete der Verleger in diesem Fall als gegenseitige Annäherung. Allerdings gestaltete sich die Titelsuche schwierig.
Abschließend verriet Rainer Weiss, dass Dorothea Razumovsky bereits an einer Fortsetzung ihres ersten Romans schreibt, die wohl 2011 bei Weissbooks erscheinen wird.
Das nächste Lektorengespräch findet am 9. März statt. Zu Gast ist dann Matthias Bischoff, Eichborn Verlag.
JF