Rudolf Frankl, die langjährige „dtv-Marketingmaschine“ (Verlagsvertreterin Bärbel Schmidt, auch bekannt als Dora Heldt, satirisch über ihren „Chef“) hat am Freitagabend seinen 60sten Geburtstag [mehr…] nachgefeiert. Und natürlich war das ein „Familienfest“ für rund hundert Gäste, bei dem sich Freunde, Buchhändler, Verlagskollegen und Familie kaum trennen ließen.
Denn Frankl, vor 60 Jahren von „Gott nach seinem Ebenbild geschaffen …. und das Werk wurde gut, es wurde ein Buchmensch“, wie Felicitas Feilhauer (Kollegin? Freundin? Wettbewerberin?) in ihrer pointierter Rede mit Wärme und Zuneigung (laut dtv-Verleger Wolfgang Balk) „einen der bedeutendsten Marketingmänner der Branche“ charakterisierte.
Rudolf Frankl befürchtete schon vorab, dass jede Menge Reden gehalten werden würden (stimmt, aber keine zuviel) – mit jeder Menge Lob (zu Recht) und Unbekanntem (stimmte auch, wir sehen ihn jetzt genauso, wie wir ihn kennen und mögen). Auch sehr Privates wurde deutlich: Er ist Mittelpunkt einer Patchwork-Familie, wie sie im Buche steht: Ehefrau Dr. Andrea Wörle arbeitet als Cheflektorin mit ihm im im Verlag, eine Tochter ist Verlagsvertreterin. Aber den Bestand dieser Familie zu erkämpfen bedurfte sichtlich auch der Fähigkeit eines Mannes, der mit valentinscher Gelassenheit die Dinge des Lebens zu betrachten versteht. Und ein Blick in die große Runde zeigte: Die liebevolle Rede seiner Tochter Claudia Frankl trieb nicht nur ihm Tränen der Rührung in die Augen. Aber wie sagte Karl Valentin (Balk: „Auch ein unverwechselbares Original wie Frankl“) schließlich? „Man soll die Dinge nicht so tragisch nehmen, wie sie sind“. Das stand denn auch als Motto auf der Einladung.
Warum der dtv für ihn ein solch schönes Fest ausgerichtet hatte, musste wohl nicht extra betont werden, sein Verleger sprach es aber aus: „Es ist ein großes Glück für den dtv, einen solchen Mann zu haben“, sagte dann aber auch, was die anderen „Sechziger“ im Saal (gekommen waren selbstverständlich auch die Freunde Reinhold Joppich und Lutz Kettmann die erst kürzlich mit diesem Datum konfrontiert worden waren [mehr…] – und natürlich auch Georg Rieppel, der im Juli „dran“ ist) auch nachdenklich machte: „Wir arbeiten toll zusammen, aber unsere gemeinsame Zeit wird allmählich überschaubar“.
Die gute Zusammenarbeit mit Rudolf Frankl beschrieb dann auch Gerald Schantin (dessen Firma Mohr-Morawa liefert für dtv in Österreich aus). Die beiden haben aber auch als „Funktionäre“ national und „international“ zusammen agiert – bei ihnen hat das zur Freundschaft geführt; die Rede seiner Frau Andrea verriet, dass die Zusammenarbeit mit Rudolf durchaus zu einer Ehe führen kann, weil es ihm gelingt, „auch mit einem promovierten Rumpelstilzchen fertig zu werden“. Und sie habe viel von ihm gelernt, auch wenn sie die Ehe nicht „im Sinne einer Fortbildungsmaßnahme“ eingegangen sei.
Ein Supermann also, der hier zu Recht gefeiert wurde – nicht auszudenken, wenn er alles glaubt, was da ihn über ihn gesagt wurde. Keine Angst: Wir kennen ihn lange, die meisten Redner haben eher untertrieben. Erheiternd dann der o.a. „Fortbildungskurs“ von Bärbel Schmidt und Claus Keller, die gemeinsam – auch aus Vertretersicht – verrieten, wie das Innenleben einer „Marketingmaschine“ funktioniert (die im Wortsinne immer unter Dampf steht) und wie sie zu bedienen sei. (Die komplette Vorlesung haben wir für Sie gesichert, sie finden sie hier [mehr…]).
Dass MM Frankl aber außer seinen bekannten Leidenschaften „no Sports“ und „Nikotin“ – siehe Dampf – noch eine sichtlich immer noch nicht ganz gestillte Liebe zur Gartenarbeit hat, das verrieten nicht nur seine Frau, sondern auch seine Vertretercrew, die ihm u.a. eine vierstündige Beratung durch einen Garten-Berater und einen überdimensionierten Gartenzwerg (s. Fotogalerie) schenkten. Warum aber in dessen Rücken ein Messer steckte, das wollten sie nicht beantworten. Als gesichert gilt: Das war ein reiner Spaß, ohne (gar mörderische) Hintergedanken.
CVZ







