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Neuer Hafen startet in Hamburg

Sven Kröger

Die ehemaligen PEPPERZAK Brand-Geschäftsführer Sven Kröger (Foto) und Gabi Stender haben mit Hafen eine neue Hamburger Agentur gegründet, die auch weiterhin als Dienstleister für die Buchbranche arbeitet. buchmarkt.de sprach mit Sven Kröger.

buchmarkt.de: Alle reden von Krise und sinkenden Werbeetats, und Sie trauen es sich, gleich eine 8-Mann-Agentur zu gründen. Woher nehmen Sie den Mut?

Sven Kröger:] Ach was, Krisen kommen und Krisen gehen auch wieder, da muss man jetzt mal ein bisschen Gottvertrauen haben. Und ehrlich gesagt, soviel Mut hat es für diese Ausgründung wirklich nicht gebraucht. Schließlich kennen wir unser Geschäft schon seit ein paar Jahren. Wir waren als PEPPERZAK Brand ja fast zehn Jahre lang ziemlich erfolgreich unterwegs, und als wir jetzt den Hafen gegründet haben, sind uns alle wichtigen Mitarbeiter und vor allem die Kunden gefolgt, unter anderem auch der Rowohlt Verlag. Das bestätigt uns nicht nur in der Arbeit der letzten Jahre, es gestaltet unseren Start auch vergleichsweise gemütlich. Und wir sind guter Hoffnung, dass es auf absehbare Zeit nicht bei den acht Männern und Frauen bleiben wird, mit denen wir jetzt erst einmal loslegen.

buchmarkt.de: Warum haben Sie sich überhaupt von PEPPERZAK getrennt?

Sven Kröger: Wie heißt es in solchen Fällen meistens? – ‚Unterschiedliche Vorstellungen von der zukünftigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens‘. Sagen wir mal: so ungefähr war das auch in diesem Fall. Zunehmend unterschiedliche Vorstellungen von fast allem. Wenn sich die Dinge so entwickeln, dann muss man sich eben trennen. So ist das Leben.

buchmarkt.de: Immer wieder wird die Schlechtigkeit von Werbung beklagt; Ausnahmen bestätigen die Regel. Was ist Ihre Faustregel gegen das werbliche Einerlei?

Sven Kröger: Das ist wirklich ganz einfach: Kreativität auf Seiten der Agentur. Und auf Kundenseite die Einsicht, dass werbliches Einerlei tatsächlich nicht weiterhilft. Nur wenn beides zusammenkommt, entsteht etwas Vernünftiges.

buchmarkt.de: Wer kann sich denn Ihre Dienste leisten? Nur die Großverlage, oder haben auch kleinere bei Ihnen eine Chance?

Sven Kröger: Was heißt leisten können, wir arbeiten doch schon praktisch umsonst. Ok, stimmt nicht ganz. Aber ich würde sagen: Wir sind erschwinglich – jedenfalls für alle, die auch etwas erreichen wollen. Das ist ja eine Binse: Wer wirklich etwas vorhat und irgendwo hin möchte, wo er noch nicht ist, der weiß ja in der Regel auch, dass er dafür etwas tun muss. Und wer eigentlich sowieso da bleiben will, wo er schon ist, der kann ja auch ohne uns da bleiben.

Die Fragen stellte U. Faure.

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