
Im Museum für Kommunikation in Frankfurt wird heute Abend die Ausstellung Janosch – Grafiken und Aquarelle eröffnet, in der über 100 Werke des Künstlers zu sehen sind.
Bereits am Montag, 9. November, übergab Janosch eine Frankfurt-Grafik an die Oberbürgermeisterin Petra Roth. Das Bild wird nach der Ausstellung seinen Platz im Römer haben.
Der 1931 im heute polnischen Zabrze geborene Horst Eckert trat eine Lehre als Schmied an und arbeitete in einer Schlosserei. Nach dem Krieg und der Flucht nach Westdeutschland besuchte er einen Lehrgang für Musterzeichnen an einer Textilfachschule in Krefeld. 1953 begann er ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München, musste es jedoch abbrechen; man bescheinigte ihm „mangelnde Begabung“.
1960 erschien sein erste Kinderbuch im Georg Lentz Verlag, der Autor hieß von nun an Janosch. Seine Bilder, oft mit poetischen, überraschenden oder komischen Texten versehen, erzählen von Freundschaft, ungewöhnlichen Situationen, vom Machbaren – selbst wenn es unmöglich erscheint.
Seit 1980 lebt der Schriftsteller und Illustrator auf Teneriffa und ist wegen seiner Ausstellung nach Frankfurt gekommen. Die Stadt am Main besuchte er erstmals 1954. Janosch mag die Hochhäuser und die Vielfalt der Stadt – das wird auch auf seiner Grafik sichtbar.
Bislang gibt es über 150 Bücher von Janosch, er wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt.
In der Ausstellung, die bis zum 31. Januar 2010 zu sehen ist, sind sowohl Zeichnungen für Kinder als auch Zeichnungen für Erwachsene – beispielsweise seine Illustrationen zur Bibel –und erotische Bildgeschichten zu sehen.
Eine Auswahl von Janosch-Büchern und weiteren Artikeln, unter denen die Tigerente natürlich nicht fehlen darf, ist im Museum für Kommunikation erhältlich.
JF