
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Das Schiller-Nationalmuseum in Marbach am Neckar ist pünktlich zum runden Geburtstag wieder erstanden und feiert seine Eröffnung. Schiller wird folgend sechsspaltig gewürdigt als ein Mann, der auf die Vernunft der Geschichte wettete.
Verwiesen wird auf Rüdiger Görner: Schillers Apfel, Szenen, Gedanken und Bilder zu Schillers 250. Geburtstag, Berlin University Press und
Walter Müller-Seidel: Friedrich Schiller und die Politik, C.H.Beck.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Das Lied von der Socke“: Auch hier wird aufgemacht über das neue Schillern in Marbachs renoviertem Nationalmuseum.
John Le Carré wechselt zu Pengiun und verlässt nach 28 Jahren Hodder & Stoughton. Das ist durchaus eine Meldung, denn er zieht gleich mit all seinen Titeln um. Der Autor will seinen Nachruhm sichern, ihm sei in Aussicht gestellt worden, dass er in der Taschenbuchreihe moderne Klassiker erscheinen könne.
„Der Dichter als Rollenspieler“: Der Münchener Latinist Niklas Holzberg widmet sich einem Dichter, der hinter die Masken der wohlhabenden römischen Ritter blickt, und hat nun das Buch Horaz. Dichter und Werk bei C.H.Beck veröffentlicht.
„Chuck Berry rockt zu Rilke“: Heinrich Deterings neue Gedichte in Wrist bei Wallstein sind kurzweilige Andachten, so Sandra Richter.
„Wir haben keine Vertrauenskrise, sondern eine Misstrauenskrise“, so Frank Ochmann in seinem Buch Die gefühlte Moral bei Ullstein. Rezensent Michael Pawlik meint aber, Ochmann schüttet das Kind mit dem Bade aus, wenn Ochmann hinter Moral nur Konventionen sieht.
Annotiert wird unter der Überschrift:
> „Heimweh nach gestern“: Pauline de Bok: Blankow oder das Verlangen nach Heimat, Weissbooks
> „Im mündlichen gut“: „Stimmenzauber“ Von Rezitatoren, schauspielern, Dichtern und ihren Zuhörern, herausgegeben von Lothar Müller, Wallstein
Süddeutsche Zeitung
Kristina Maidt-Zinke zum 250. Geburtstag Friedrich Schillers.
Im Berliner Gropius-Bau ist derzeit eine Ausstellung zu islamischer Kunst zu sehen, die Stephan Speicher nicht überzeugt hat. Der Katalog Taswir. Islamische Bildwelten und Moderne ist bei Nicolai erschienen.
Um das Erbe von Stieg Larsson streiten sich seine Familie und seine Lebensgefährtin.
Auf der Literaturseite heute: „ein kleiner Strauß von Skizzen zu Leben und Werk.“
Die Welt
Auch hier Schiller. Uwe Wittstock war im neuen Schiller-Museum in Marbach: „Wer noch nicht zu Hause ist in der Welt der Literatur, der wird hier nicht für sie gewonnen werden.“ Schade findet er das. Zu viele „philologische Delikatessen“, zu wenig „populäre Früchte aus Schillers Garten.“
Auch Tilman Krause hat sich mit Schiller beschäftigt und „die wichtigsten Neuerscheinungen im Schillerjahr gelesen:
– Rüdiger Safranski: Schiller, Hanser
– Dieter Hildebrandt: Schillers erste Heldin, Hanser
Neue Zürcher Zeitung
Rüdiger Görner hat Bilder, Szenen und Gedanken zu Schiller „ zu einer zauberhaft assoziativen Flaschenpost aus dem grossen Ozean der Schillerschen Kopfmelodien zusammengestellt“, urteilt Ursula Pia Jauch über Schillers Apfel. Szenen, Gedanken und Bilder. Zu Schillers 250. Geburtstag., Berlin University Press
Alaa al-Aswani ist heute einer der bedeutendsten Gegenwartautoren im arabischen Raum. Seine Erzählungen Ich wollt‘, ich würd‘ Ägypter (Lenos-Verlag) musste der Zahnarzt aber noch in 300 Exemplaren selbst drucken, ehe ihm Erfolg beschieden war. Angela Schader hat die deutsche Übersetzung gelesen und sieht schon hier sein Können.
„Es war nicht immer leicht, Celan die Treue zu halten“, weiß Beatrice von Matt. Klaus Demus und seiner Frau Nani gelang es. Der Briefwechsel ist bei Suhrkamp von Joachim Seng herausgegeben worden.
Annotationen:
Ross King: Machiavelli. Philosoph der Macht, Knaus-Verlag
Martin Simons: Vom Zauber des Privaten. Was wir verlieren, wenn wir alles offenbaren, Campus
Karen Gloy: Kollektives und individuelles Bewusstsein Verlag Wilhelm Fink