
Robert Gernhardt, Peter Knorr, Chlodwig Poth, F. K. Waechter und Hans Traxler gründeten vor 30 Jahren „das endgültige Satiremagazin“, das die Zeitschrift Pardon ablöste.
Weitere Autoren wie Bernd Eilert, Eckhard Henscheid, Walter Boehlich, Max Goldt, Hans Zippert, Oliver Maria Schmitt und Thomas Gsella fanden im Zentralorgan der kritisch-komischen Intelligenz Gehör. Die Zeichner Bernd Pfarr, F. W. Bernstein, Michael Sowa, Eugen Egner, Greser & Lenz, Walter Moers, Rattelschneck, Ernst Kahl und Rudi Hurzlmeier komplettierten das Magazin.
Im caricatura museum frankfurt, das am 1. Oktober sein einjähriges Bestehen feierte, ist eine Ausstellung zum Titanic-Jubiläum zu sehen. Irres, Verwegenes, Kurioses und Verbotenes aus 25 000 Druckseiten kann bestaunt oder wiedererkannt werden. Die am meisten verbotene Zeitschrift Deutschlands – 35 Hefte mussten vom Markt genommen werden – stochert in brennenden Problemen der Republik, schockt die Nation mit empörenden Aktionen. An verschiedenen Hörstationen ist Einiges davon nachvollziehbar.
Am 17. Oktober werden Harry Rowohlt und Christian Maintz unter dem Thema „Lieber Gott, Du bist der Boss, Amen. Dein Rhinozeros“ komische Gedichte von Heinrich Heine bis Robert Gernhardt im Museum lesen.
Der inoffizielle Ausstellungskatalog erschien in der caricatura edition bei Rowohlt Berlin.
Die Exposition ist noch bis zum 31. Januar 2010 zu sehen.
JF