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Arundhati Roy eröffnete das 9. internationale literaturfestival berlin

Ulrich Schreiber im Gespräch mit Alice Schwarzer

Seit gestern Abend befindet sich Berlin wieder im literarischen Ausnahmezustand. Mit einer aufrüttelnden Rede der indischen Schriftstellerin Arundhati Roy über die Lage der Demokratie startete das 9. internationale literaturfestival berlin (ilb) im Haus der Berliner Festspiele.

Die Rede von Arundhati Roy, die mit ihrem ersten Roman „Der Gott der kleinen Dinge“ Ende der 90er Jahre auf Anhieb weltberühmt wurde, ist heute in der „Berliner Zeitung“ abgedruckt www.berliner-zeitung.de/roy. Der Text stammt aus einem neuen Buch der Autorin, das im kommenden Frühjahr im S. Fischer Verlag erscheint.

Knapp 300 Veranstaltungen mit 220 Autoren aus über 50 Ländern an 12 Tagen verzeichnet das Programm des ilb noch bis zum 20. September. Dazu zählen Lesungen mit Schriftstellern wie Assia Dkjebar, Tim Parks, Alberto Manguel, Colum McCann, Siegfried Lenz, Monica Ali und Robert Littel, Diskussions- und Musikveranstaltungen.

In der Sparte Kinder- und Jugendliteratur, die in diesem Jahr erstmals Katrin Hesse leitet, werden Autoren und Illustratoren wie Jeanne Birdsall, Valérie Zenatti, Rosana Faría, Graham Gardner, Jutta Bauer, Suzy Lee und Martin Baltscheit zu Lesungen, Werkstattgesprächen und Workshops erwartet.

Aber auch Autoren, die noch als Geheimtipp gelten, kann man auf dem Festival kennen lernen. Etwa im Programm zum Schwerpunkt „Arabische Welt“. Hier wurden vor allem Autoren eingeladen, die noch nicht übersetzt wurden und bisher noch nicht in Berlin zu Gast waren. Er hoffe, dass dieses Festival ein Markstein in der literarischen Kommunikation mit der arabischen Welt werde, sagte Festivalleiter Ulrich Schreiber in seiner Begrüßung im voll besetzten großen Saal im Haus der Berliner Festspiele.

Die Büchertische im Foyer betreuen wie in den Vorjahren mit viel Engagement die Buchhandlung Kohlhaas & Company und die Internationale Kinderbuchhandlung Le Matou, die die Bücher der eingeladenen Autoren auch in originalsprachigen Ausgaben vorrätig haben. Auch hier sind Entdeckungen zu machen, wie die Bilderbücher der libanesischen Autorin und Verlegerin Nadine Touma, die ebenfalls in Berlin erwartet wird.

Ein Markenzeichen des Festivals ist der Treffpunkt im Café und im Garten des Hauses der Festspiele, wo Autoren und Gäste ins Gespräch kommen können und wo auch gestern in der lauen Spätsommernacht noch lange gefeiert wurde.

Zum ilb 2009 erscheinen im Verlag Vorwerk 8 wieder ein Katalog, „Berlin Views“, herausgegeben von Joëlle Jobin und Ulrich Schreiber und die Berliner Anthologie „Wenn ohne Grund die Nacht schön ist“ mit Gedichten aus aller Welt, ausgewählt von Gästen des ilb. Hauptsponsor ist der Hauptstadtkulturfonds, der das Festival mit 350.000 Euro fördert. Das Gesamtbudget beläuft sich auf rund 600.000 Euro.

Das ganze Programm: www.literaturfestival.com
ML

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