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Hessisch-Sächsische Literaturtage eröffnet

Ina Hartwig, Ingo Schulze, Thomas Hettche

Heute Abend begannen im Literaturhaus Frankfurt die Hessisch-Sächsischen Literaturtage, die eine Fülle ganz unterschiedlicher literarischer Events bieten.

Zu Beginn der Eröffnungsveranstaltung wies Frankfurts Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth auf die besondere Verbindung zwischen Leipzig und Frankfurt hin, die sowohl einen historischen als auch einen gegenwärtigen Aspekt hat. Er bezeichnete die Tatsache, dass es heute zwei Messestandorte gibt als Gewinn der Einheit.

Dr. Manuel Frey, Kulturstiftung des Freistaats Sachsen, regte an, den Ortswechsel der Schriftsteller auch als Perspektivwechsel zu nutzen.

Alexander Pfeiffer, Verband deutscher Schriftsteller, erinnerte an die Gründung seines Verbandes vor 40 Jahren und an Renate Chotjewitz Häfner, die diese Literaturtage, die das Motto „Einheitserfahrungen“ tragen, vorbereitete, sie aber nicht mehr erleben konnte.

Im anschließenden Podiumsgespräch wollte Moderatorin Ina Hartwig zunächst von den Autoren Ingo Schulze und Thomas Hettche wissen, wie sie den Tag des Mauerfalls erlebten. In den Antworten wurden sowohl die unterschiedlichen Perspektiven als auch differierende Betrachtungsweisen deutlich.
Am Ende des Gesprächs stellten die Diskutanten fest, dass es heute eher darum geht, die gravierenden Probleme der Gegenwart zu bewältigen, die nicht zwischen West- und Ostdeutschland bestehen, sondern globaler Natur sind. Die zunehmende Polarisierung der Gesellschaft ist eine weitere, nicht eben beruhigende Tendenz.
Es wird wohl noch viele Gesprächsthemen geben, längst ist die Vergangenheit nicht vollständig aufgearbeitet, die Gegenwart stellt uns vor noch größere Aufgaben.

An den folgenden drei Tagen treten mehr als 30 Autorinnen und Autoren in acht Veranstaltungen an acht verschiedenen Orten und der Mainmetropole auf.

Das Programm beinhaltet Lesungen in zwei Schulen, eine Soiree zum Thema „Sorbische Skizzen aus Literatur und Kultur“, Poesie, ein Poetry Slam Special, einen gemeinsamen Krimiabend, eine „Lange Nacht der Autoren“, einen Abend „Leipziger Auslese“ und eine hessisch-sächsische Kabarettbegegnung.

Veranstalter sind die Literaturgesellschaft Hessen und der Verband deutscher Schriftsteller, Landesverband Hessen. Gefördert wird die Reihe durch das Kulturamt Frankfurt, die Kulturstiftung des Freistaats Sachsen, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst und Das Syndicat – Autorengruppe deutschsprachiger Krimiliteratur.
Die diesjährigen gemeinsamen Literaturtage sind Renate Chotjewitz Häfner gewidmet.

JF

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