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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und das Buch über die vier SPD-Abweichler in Hessen enthüllt eine Intrige

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Wir erinnern die hessischen „phantastischen Vier“? Das waren vier SPDler, die gegen den dummdreisten Wahlbetrug ihrer Chefin Ypsilanti Front machten. Volker Zastrow hat mit Die Vier (Rowohlt Berlin) ein Buch der Ereignisse (die letztlich die Wahlsieggarantie für Roland Koch waren) geschrieben, und zeigt, dass bei den „vier Aufrechten“ auch nicht alles Gold ist, was glänzt. Untertitel des Buches: „Eine Intrige“. Und Ina Hartwig, die das Buch wohl als Feuilleton-Aufmacher genommen hat, mosert in der Randspalte ein bißchen dagegen. – Mehr gibt’s hier heute nicht aus der Bücherwelt.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Der Schleier über den letzten Dingen“: Die neue Saison bringt Bücher über Krebs und Tod. Richard Kämmerlings hat sich das Thema angetan.

Kafka und der Film – Im Stummfilm entdeckte Peter-André Alt einen Schlüssel für Kafkas kinematographisches Erzählen (C.H. Beck).

Babel ist nach Aussage seines Verlegers Kevin Perryman ein Kleinverlag, aber der hat es in sich. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert wird hier Lyrik veröffentlicht, der der Verleger auch eine ordentliche Typographie angedeihen läßt. Und der Verleger übersetzt auch selbst. Zum Beispiel den Band Steinzwitschern von R.S. Thomas, den heute Harald Hartung groß bespricht.

Annotationen
Sven Siedenberg Besservisser beim Kaffeeklatsching (Heyne) und Isaiah Berlin Der Igel und der Fuchs (Suhrkamp).

Der „Napoleon unter den Buchhändlern“ – na, wem kommt der Titel zu? Nein, kein Gegenwärtiger ist gemeint, sondern Johann Friedrich Cotta. 350 Jahre hat sein Verlag jetzt auf dem Buckel, dazu gibt es in Tübingen eine Ausstellung und den Katalog Von der Zensur zum Weltverlag. 350 Jahre Cotta. Was die FAZ als Headline für den Artikel von Hubert Spiegel wählte – sollte uns immer wieder zu denken geben: „Wer Literatur achtet, verkauft sie auch“.

Neue Sachbücher
Christine Tauber Manierismus und Herrschaftspraxis. Studien aus dem Warburg-Haus (Akademie Verlag) und Christian Hesse Das Einmaleins des klaren Denkens (C.H. Beck).

Sat1 verfilmt Ken Folletts Bestseller Die Säulen der Erde.

Zur Frankfurter Buchmesse wird gespart – zum Beispiel an den traditionellen Messefesten, berichtet faz.net.

Die Welt

Gestern war Jahrestag des Mauerbaus: Rolf Schneider moniert: „Wie sich das Bauwerk in der deutschen Literatur spiegelt, ist bis heute nicht untersucht worden.“

Wolfgang Kraushaar schreibt zum 40. Todestag von Adorno.

Süddeutsche Zeitung

„Lesen macht klug“: Burkhard Müller bespricht Gegengabe. Zusammengetragen aus kritischen, poetischen und privaten Feldern von Felix Philipp Ingold (Urs Engeler Editor) und ist der Meinung, dass Ingold eine neue Art von Buch erfindet.

Per Petterson erzählt in seinem neuen Roman Ich verfluche den Fluss der Zeit wieder von seinem wortkargen Helden Arvid Jansen. Christoph Bartmann rezensiert das bei Hanser erschienene Buch.

Mathias Irle empfiehlt in seinem Buch Älterwerden für Anfänger kurze Wege zum späten Glück (Rowohlt). Alexander Kissler hat das Buch nicht gerade überzeugt, nennt die Sprache flapsig und abwechselungsarm und findet es zu wissenschaftsgläubig.

Neue Zürcher Zeitung

„Wie sich Google unsere Bibliothek denkt“ – Joachim Güntner zum Reizthema Nr. 1…

„Die Utopie des Ackers“ entdeckte August Strindberg, als der Schwede 1886 Unter französischen Bauern weilte. Die gleichnamige Reportage hat Thomas Steinfeld durchgesehen und mit einem Essay versehen in Die andere Bibliothek, Eichborn-Verlag „ist das Buch doch als eine wunderbar zu lesende Alltagsschilderung und als kulturgeschichtliches Zeugnis des französischen Landlebens kaum zu überschätzen.“

„Poetische Rückschau“: Felix Philipp Ingold trägt in Gegengabe bei Urs Engeler Editor ein Vermächtnis zusammen

In Kürze wird besprochen unter:

> „Stille Tage“: Norbert Hummelt: Im stillen Haus. Wo Hermann Lenz in München schrieb, Allitera-Verlag
> „Lusophone Lyrik“: Hotel Ver Mar. Gedichte aus Angola, Brasilien, Galicien, Guinea-Bissau, Mosambik, Portugal und São Tomé e Príncipe, Hrsg. und aus dem Portugiesischen übersetzt von Michael Kegler, TFM-Verlag
> „Samuel Beckett in der Musik“: Michael Kunkel . . . dire cela, sans savoir quoi . . . Samuel Beckett in der Musik von György Kurtág und Heinz Holliger. Mit Musikbeispielen, Pfau-Verlag

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