
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Die Meldung des Tages gestern: „Ammann hört auf“ heute natürlich in allen Medien. Und weil bei ihm in Zürich die Kamerateams ein- und ausgingen, haben wir ihn auch nicht selbst ans Telefon bekommen, und selbst, was er der FAZ gestern nachmittag sagte [mehr…], geht kaum über das hinaus, was eh schon in der Presseerklärung stand.
Frankfurter Rundschau
Imre Kertész bekommt den Jean-Amery-Preis.
Jannis Ritsos besingt Monovassiá. Wo? Bei Suhrkamp natürlich.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Alexander Müller rezensiert Aravind Adigas Zwischen den Attentaten (C.H. Beck) – Geschichten aus einer Stadt der Gegensätze.
Die Welt
Außer Ammann – nichts.
Süddeutsche Zeitung
Alex Rühe bespricht Georges Perecs Über die Kunst seinen Chef anzusprechen und ihm um eine Gehaltserhöhung zu bitten (Klett-Cotta). Rühe: „Das Ganze ist ein Dokument der Vergeblichkeit und Sinnlosigkeit allen Ehrgeizes, dabei im Ton so heiter wie melancholisch.“
„Unvollkommenes ist schön“: Alexander Kissler hat sich Bücher über Behinderung, Kunst und „Krüppelbewegung“ angeschaut: Christian Mürner und Udo Sierck mit Krüppelzeitung. Brisanz der Behindertenbewegung, erschienen im Verlag AG SPAK Bücher und Tobin Siebers mit Zerbrochene Schönheit. Essays über Kunst, Ästhetik und Behinderung (Transcript).
Volker Breidecker kommentiert das Detmolder Literatur- und Musikfestival Wege durchs Land. Klaus Händl, Durs Grünbein und Bruno Ganz lasen Texte des römischen Historikers Tacitus und von Friedrich Hebbel.
Neue Zürcher Zeitung
Bei den Schweizern ist Ammann naturgemäß das Thema: „Sie seien nicht besiegt, ergänzt Marie-Luise Flammersfeld, aber vom Siegen erschöpft“, zitiert Roman Bucheli. Anderseits sei es ihnen in zehn Jahren nicht gelungen, einen Nachfolger aufzubauen, der längerfristig in der Lage und willens gewesen wäre, den Verlag mit ähnlichem Engagement und in ihrem Sinn und Geist fortzuführen. „Es ist bedauerlich, dass Egon Ammann nicht über seinen Schatten gesprungen ist und dieses Werk in Hände gelegt hat, die es in seinem Sinne fortzuführen, aber mit eigenem Geist zu beleben vermöchten“, so Bucheli am Schuss seines Nachrufs.
„Asche im Mund“: Um den Abschied von der Mutter, der keiner ist, geht es in Per Pettersons Roman Ich verfluche den Fluss der Zeit, von dem Andreas Breitenstein begeistert ist.
„An einer doppelt fremden Küste“: Niels Brunse lasse in Der Meermann bei Luchterhand den Leser in Cromwells England stranden – aber nicht im doppelten Sinne.
In Kürze wird besprochen unter:
> „Buchstaben-Dissidenz“: George Steiner: Die Logokraten, Verlag Carl Hanser
> „Ewige Sklaven“: Egon Flaig: Weltgeschichte der Sklaverei, Verlag C. H. Beck
> „Nach dem Original“: Wolfgang Ullrich: Raffinierte Kunst. Übung vor Reproduktionen, Verlag Klaus Wagenbach