
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Kleine Anmerkung nur, aber hoffentlich bald Trend: Das Blatt registriert, dass sich ein neuer Markt auftut: Bekannte deutsche Kinderbücher werden ins Englische übertragen, aber sonst sei der Markt weiter eine „Einbahnstraße“, wie der Literaturwissenschaftler Hans-Heino Ewers beklagt, „Englisch dominiert“ weiter.
Das noch: Hans-Jürgen Linke findet: „Reinhard Heymann-Löwenstein demonstriert den verantwortungsvollen Weingenuss“ – gemeint ist dessen Buch Terroir über Wein als „landwirtschaftliches Kunstwerk“ (Kosmos). Das wars.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Kurz: Der tibetische Autor Tashi Rabten gilt als verschwunden. Lang: Der FAZ Autor Volker Zastrow hat ein Buch über Die Vier (kommt am 12. bei Rowohlt) hessischen SPD-Abgeordneten geschrieben, die sich dem Kurs ihrer Vorsitzenden Andrea Ypsilanti verweigerten – und was das mit deren Biografien zu tun hat. Als erstes Beispiel wird heute „Die Geschichte eines Kindes“ (Silke Tesch) aus dem Buch gedruckt, weitere Teile folgen morgen in der FAS und am Dienstag im Politik-Teil.
Literatur wie immer am Wochenende in der Beilage:
Wolfgang Schneider über die Neuübersetzungen Knut Hamsuns Romane Hunger (Claassen) und Pan (Manesse).
Sandra Kegel schreibt über Peter Stamm Sieben Jahre (S. Fischer) („meisterliche Fertigkeit“) und Friedmar Apel über den „schönen Text“ von Angelika Overath Flughafenfische (Luchterhand).
Die Welt
„Buch der Woche“ in der Beilage „Die Literarische Welt“ ist Leon de Winter Das Recht auf Rückkehr (Diogenes); Thomas Schmidt hält ein eindringliches Plädoyer für „Das Leben in einem wüsten Land“, denn „Grimmelshausens Simplicissimus-Roman wurde (von Reinhard Kaiser) in die Sprache dieses Jahrhunderts geschmuggelt. Nun ist er lebendiger denn je.“ (Eichborn). Und „Der Unverbesserliche mit dem großen Erfolg“: Wieland Freund hat Klaus Humann (Carlsen) besucht, „Deutschlands erfolgreichster Verleger“.
Süddeutsche Zeitung
Gustav Seibt schreibt über die „große Biographie“ zum 100. Geburtstag von Adam von Trott (Benigna von Krusenstjern Dass es Sinn gehabt hat zu sterben- gelebt zu haben (Wallstein).
Tobias Heyl hat (jetzt erst) Oben ist es still von Gerbrand Bakker (Suhrkamp) gelesen (liest sich „ruhig wie eine niederländische Landschaft“, und kurz lobt Tobias Lehmkuhl In einer Perle gespiegelt die Gedichte von Rebecca Horn (Matthes & Seitz)
Auch nur kurz wird angemerkt, da von einem SZ-Redakteur: Alexander Kisslers Buch Dummgeglotzt. Wie das Fernsehen uns verblödet (Gütersloher Verlagshaus).