
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Erinnern Sie sich noch an die Terranauten? 1979 erschien die SF-Serie bei Bastei; jetzt wird die Serie bei Mohlberg neu aufgelegt. Immer drei Hefte in einem Buch.
Bestsellerautor Dalai Lama hat Miese gemacht: Sein viertägiger Veranstaltungsmarathon in Frankfurt spielte 150.000 Euro zu wenig ein.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Neue Sachbücher
Michael Pawlik] rezensiert Volker Haas’ Strafbegriff, Staatsverständnis und Prozeßstruktur (Mohr Siebeck).
Die Welt als Leistungswettbewerb: Daniel Coyle über Die Talentlüge. Warum wir (fast) alles erreichen können (Ehrenwirth): „Hier spricht der Gärtner der Baumschule, nicht der Botaniker“, findet Ernst Horst.
Neue Wirtschaftsbücher
Heike Faller Wie ich einmal versuchte, reich zu werden (DVA).
Matthias Steinbach Ökonomisten, Philanthropen, Humanitäre (Metropol Verlag)
Hermann Schubert Anthropometrische Geschichte der Französischen Revolution (Verlag Europäische Wirtschaft)
„Testament der Angst“: Michael Jaeger rezensiert Hartmut Reinhardts Die kleine und die große Welt (Königshausen & Neumann): der Autor lese Goethes Dramen als Seismographie der großen europäischen Bewußtseinskrise, findet Jaeger.
Tilman Spreckelsen über Zoran Drvenkars Roman Sorry (Ullstein).
Annotatrionen
Kängt ein Guru. Hundert komische Gedichte (Aufbau) und James Meek Fremdland (Fahrenheit).
Vier Tage Lächeln + einmal Erleuchtung = 49 Euro: Jan Grossarth hat die Defizit-Veranstaltung des Dalai Lama besucht.
Die Welt
Siegfried Lenz gleich auf dem Titel, und ein großes Interview mit ihm gibt es als Feuilleton-Aufmacher.
Steuerschuldner ARD: Da zahlt man wie bekloppt die GEZ-Gebühren, ärgert sich über das miese Programm – und jetzt muß die ARD auch noch 90 Millionen Euro Steuern nachzahlen. Na, wie wärs mit der nächsten Gebührenerhöhung? Ist immer einfacher als ne ordentliche Buchhaltung.
Wieland Freund rezensiert den neuen Pynchon – mit Inherent Vice gibt es jetzt einen Krimi vom Meister. Und wann lesen wir ihn auf Deutsch?
Süddeutsche Zeitung
„Magie der rotzigen Beiläufigkeit“: die entfalte Junot Dáz in seinem Roman Das kurze wunderbare Leben des Oscar Wao (S. Fischer), findet Georg Diez.
Jetzt auch in der SZ (letzte Woche in der WELT]: Obwohl Duden und Wahrig unter einem verlegerischen Dach zu Hause sein und eigentlich nur ein Thema haben – nämlich unsere grandiose neue Rechtschreibung – sind zwei Werke erschienen, die unterschiedlicher nicht sein können. Wir kommentieren es nicht noch mal.
Alle antiken Texte zur Schlacht im Teutoburger Wald: Varus, Varus! bei Reclam.
Das politische Buch
Eric Chauvistré Wir Gutkrieger. Warum die Bundeswehr im Ausland scheitern wird (Campus).
Wolfgang Wippermann Dämonisierung durch Vergleich: DDR und Drittes Reich (War der Rumpelreim beabsichtigt? – Rotbuch).
Jost Dülffer Frieden stiften (Böhlau).
Neue Zürcher Zeitung
Agatha Christie hat ein Museum in ihrem ehemaligen Landsitz Greenway House bekommen.
Harm Klueting bespricht Reliogion und Öffentlichkeit. Probleme und Perspektiven (Kohlhammer).
Eugene Sues Schmachtfetzen Geheimnisse von Paris sind neu im [Insel-Verlag herausgekommen – leider nicht neu übersetzt, wie Karlheinz Stierle] bemängelt.
Fleur Jaeggy dichtet Biografien in Vite congetturali (Adelphi Edizioni): die von de Quincey, Keats und Schwob.
„Die hohe Schule des Scheiterns“: Samuel Beckett in seinen Briefen 1929-1940. Friedhelm Rathjen hat sich die Edition von Cambridge University Press angesehen.
Briefe an Cassandra sind unter dem Titel Ich bin voller Ungeduld bei Insel erschienen. Geschrieben hat sie natürlich Jane Austen.