Den Thommie Bayer-Song „Der Cowboy von Gütersloh“, den die Gäste vieler Mohn media Events immer von ihm eingefordert haben und den er dann oft am Ende eines Abends intonieren musste: Den wird man, von ihm gecovert, bei solchen Events nicht mehr hören. Denn es stimmt, der Key Accounter für Mohn media und für GGP media geht vorzeitig in den Ruhestand.
Am 31. Juli 2009 hat der gelernte Offsetdrucker und Druck-Ingenieur seinen Arbeitstag. Das Monh media Urgestein „kann es selbst noch kaum glauben“. Urgestein heißt: Er war dann genau seit 1.1.1980 Teil des Unternehmens.

Warum hör der erst 60jährige früher als erwartet auf? Er findet das ganz in Ordnung: „Wenn es am Schönsten ist, soll man aufhören. Genau jetzt ist der beste Zeitpunkt für mich, zufrieden und gut bestellt das Feld zu übergeben.“
Die neue Freiheit will er nutzen und am 1. August, also gleich am ersten Tag seines „Unruhestandes“, mit seinem 50 Jahre alten „Austin Healey“ auf eine große Norwegen-Ausfahrt gehen – seine Frau und er lieben solche Oldtimerausfahrten und Rallyes.
Seine Frau bestätigt, was ich über die Jahre an Bernd gespürt habe und was ich vermissen werde: „Wenn es den Beruf des „Außendienstmitarbeiters“ nicht gäbe, hätte man ihn für ihn erfinden müssen.“ Er war vor Jahren mein erster Kontakt damals zu Mohn Druck und hat unsere langjährige Zusammenarbeit beim BuchMarkt-Award mitbegründet.
„Wie ist sein Gefühl beim Abschied von all den Freunden aus der Buchbranche?“ hab ich ihn gefragt. Und er sagt: „Ich würde alles, wirklich alles noch einmal genauso machen. Zurückblickend hat mir der Umgang mit Menschen in allen Varianten Spaß gemacht. Auch an schwierigen Aufgaben sich zu messen und daran zu arbeiten, war für mich Erfüllung. Stolz bin ich auf die vielen Freundschaften, die sich über die Arbeit hinaus ergeben haben.“
Bernd, auch unsere Freundschaft gehört dazu, auch, weil wir ähnlich denken. Du hast mir erzählt, Dich habe der Satz von W.v. Humboldt geprägt, „Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben“, er sei Dein Lebensmotto. Ja, es stimmt, was Du mir sagst, er könnte auch mein Motto sein. Dein C.






