Home > Auszeichnungen > Thomas-Mann-Medaille 2009 an Dirk Heißerer

Thomas-Mann-Medaille 2009 an Dirk Heißerer

Prof. Dr. Hans Wisskirchen, Präsident der Deutschen Thomas Mann Gesellschaft (DTMG), teilt mit, dass der Münchener Literaturwissenschaftler Dr. Dirk Heißerer (Jg. 1957) im Herbst die Thomas-Mann-Medaille erhält.

Die Medaille (Entwurf: Fritz Fleer) wird in unregelmäßigen Abstanden von der DTMG „an Forscher verliehen, die sich in herausragender Weise um die Erweiterungen der Grundlagen der Thomas Mann-Forschung im Bereich des Biographischen, des Quellenkritischen und der Textphilologie verdient gemacht haben.“

Der Preis ist undotiert. Nach Georg Potempa (1994), Hans R. Vaget (1995), Inge Jens (1996), Klaus W. Jonas (1998), Herbert Lehnert (1999) und Hermann Kurzke (2001) ist Heißerer der siebte Träger dieser renommierten Auszeichnung. Die Laudatio hält Prof. Dr. Elisabeth Galvan (Universität Neapel), die in der Großen Kommentierten Frankfurter Ausgabe der Werke Thomas Manns das Drama Fiorenza herausgibt und soeben eine neue kommentierte italienische Übersetzung des Tod in Venedig vorgelegt hat.

Heißerer hat 1994 das Thomas-Mann-Haus Villino in Feldafing am Starnberger See wiederentdeckt und in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr zu einem Museum gemacht. Er ist seit 1999 Vorsitzender des Thomas-Mann-Förderkreises München und gibt seit 2003 die Thomas-Mann-Schriftenreihe heraus. Zuletzt erschienen Im Zaubergarten. Thomas Mann in Bayern (C.H. Beck, 2005) und Die wiedergefundene Pracht. Franz von Lenbach, die Familie Pringsheim und Thomas Mann (Wallstein, 2009).

Derzeit arbeitet er an der Kommentierung der 370 Briefe Hedwig Pringsheims an Katia Mann (1933-1941). Die Medaille wird am Samstag, dem 26. September, im Rahmen der Mitgliederversammlung der DTMG in Lübeck verliehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Anzeige