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Hessischer Tag für die Literatur

Leonhard Hohm und Monika Steinkopf
vor dem Stadtschreiberhaus

Am heutigen Sonntag, dem Hessischen Tag für Literatur, war eine Menge los im Bundesland – über 30 Veranstaltungen gab es dazu allein in Frankfurt. In einer Matinee im Literaturhaus versuchte man zu klären, ob die Mainmetropole ein Ort für Verlage ist [mehr…], im Kaiserdom der Stadt begann um 14 Uhr ein Programm mit Lesungen und Gesprächen, u.a. mit Peter Heusch und Wolfgang Klötzer, langjähriger Direktor des Instituts für Stadtgeschichte.

Zu einem Tag der offenen Tür lud die Deutsche Nationalbibliothek Frankfurt ein, das Goethe-Haus bot eine Literarische Rast an, auf dem Hauptfriedhof fand ein Literarischer Spaziergang zu Gräbern berühmter Menschen der Buchbranche statt.

Monika Steinkopf, Inhaberin der Berger Bücherstube, hatte zum zweiten Mal einen Spaziergang Auf den Textspuren der Stadtschreiber organisiert, der vom Stadtteil Bergen nach Enkheim führte. 70 Interessenten hatten sich angemeldet, es waren noch mehr gekommen.

In drei Gruppen begab man sich vom Treffpunkt an der Berger Bücherstube auf den Weg. Mit dabei war der Stadtschreiber 1999/2000 Wulf Kirsten, drei Absolventen der Hochschule für Musik und darstellende Kunst – Katharina Hackhausen, Leonard Hohm und Victoria Schmidt – sowie die Begleiter Dr. Friderun Fuchs und Wolfgang Mistereck.

Monika Steinkopf hatte eine 20-seitige Broschüre zusammengestellt, in der sowohl der Weg nachvollziehbar war als auch die Texte der ehemaligen Stadtschreiber Wolfgang Koeppen, Katharina Hacker, Peter Weber, Peter Bichsel, Arnold Stadler, Peter Kurzeck, Peter Härtling und Wulf Kirsten zu Bergen und seiner Umgebung nachgelesen werden konnten. Eine Zeichnung von Robert Gernhardt vom Stadtschreiberhaus ergänzte das kleine Heft.

Erster Zwischenhalt war am Alten Rathaus und heutigen Museum, weiter ging es zum Marktplatz, auf dem alljährlich das Stadtschreiberfest abgehalten wird. Von dort führte der Weg hinaus auf die Felder und Wiesen zur ehemaligen Handelsstraße Frankfurt – Leipzig, zu deren Erinnerung gerade ein entsprechendes Projekt umgesetzt wird.

Selbst an Straßensperrungen wurde gedacht: Umsichtig stoppten Helfer die viel befahrene B521 für die drei Wandergruppen.

Im Haus von Franz Joseph Schneider, dem Stifter des Stadtschreiberpreises, begrüßte uns Adrienne Schneider, Tochter des Schriftstellers und Jurymitglied.

Natürlich durfte man in den Hof des Stadtschreiberhauses, F. C. Delius war nicht anwesend und wurde also nicht gestört.

Der Spaziergang – übrigens immer bei hervorragendem Wetter – endete in der Nikolauskapelle.

JF

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